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TOUR-TICKER: GROßE HERBSTREISE 2018

UNTERWEGS IN NIEDERSACHSEN

REISEREBERICHT VON MARKO ANDRAE MEYER

Am Sonntag, den 7. Oktober 2018, entschied ich mich dafür in den kommenden Tagen eine Reise anzutreten. Es sollte ursprünglich ab Hamburg an der Elbe entlang bis Cuxhaven und dann weiter an der gesamten Nordseeküste entlang bis zur holländischen Grenze gehen.

Natürlich kam es mal wieder anders…

Reisetag 1: Dienstag, 9. Oktober 2018:

Nachdem der Bus gepackt war startete ich gemütlich im heimischen Ostseebad Eckernförde und fuhr Richtung Rendsburg. Vor Büdelsdorf  ging es auf die unbeliebte A7. Eine Autobahn, die ich eigentlich aufgrund ihrer Baustellen meide, doch in diesem Fall ging es nicht anders, ich musste ja irgendwie in Richtung Buxtehude kommen!

Die Fahrt verlief problemlos. Ich kam in Buxtehude an und parkte in einer vorher herausgesuchten Straße kostenfrei. Es war recht warm und sonnig. Ich schnallte das Fahrrad ab und fuhr die erste, kleine Radtour durch die Altstadt von Buxtehude.

Wer mehr über Buxtehude erfahren oder die Stadt selbst einmal besuchen möchte, der kann sich hier informieren: https://www.buxtehude.de/portal/seiten/tourismus-900000082-20351.html

Alle Fotos aus Buxtehude in einem Album:

Buxtehude

Da ich keine Lust auf eine Weiterfahrt hatte und es ruhiger angehen lassen wollte, fuhr ich anschließend direkt zum Schlafplatz, welcher sich in Jork im Alten Land befindet.

An gleicher Stelle habe ich vor einem Jahr schon einmal gestanden und auch jetzt war wieder alles  tip top. Voller DVBT2 Empfang, Handynetz, Internet, Sonne, Schatten, Blick ins Grüne obwohl man sich mitten im Wohngebiet befindet. PASST!

2. Reisetag: Mittwoch, 10. Oktober 2018

Die vorgenommene Ruhe behielt ich auch am nächsten Morgen bei, auch wenn es an diesem Tag eher am Gesundheitszustand lag. So frühstückte ich in aller Ruhe, schaute noch länger in die Karte und ins Roadbook und startete erst nach 11 Uhr.

Nach diesem Muster sollte die gesamte Reise ablaufen. Morgens viel Zeit lassen, nach 11 starten, nur einen einzigen Ort bzw. eine Region anschauen, ca. 15 Uhr einen Parkplatz für die Nacht finden und den Nachmittag/Abend chillig ausklingen lassen.

Der 2. Reisetag, der mich durchs Alte Land führte, hatte vor allem Eines zu bieten: Äpfel! Überall fuhren Obstbauern mit ihren kleinen Traktoren herum. Überall standen Obstkisten stapelweise vor den Gebäuden. Überall gab es Äpfel zu kaufen und an den Bäumen hingen sie auch noch!

Stade

Selbstverständlich fielen mir auch die vielen, bunten Farben auf, die die Landschaft zu bieten hatte. Ich hätte überall anhalten und fotografieren können.

Stade

Ich fuhr in die Stadt Stade hinein und suchte einen Parkplatz, da mein rausgesuchter Platz leider unmöglich war. Ich fand einen noch Besseren und schwupps, nach 2 Minuten Radfahren war ich auch schon wieder in einer Altstadt…

Mehr erfahren über Stade? Hier klicken: https://www.stade-tourismus.de/de/Startseite

Alle Fotos aus Stade und dem Alten Land in einem Album:

Stade

Da ich nicht sämtliche Orte vorbereiten konnte (ich weiß ja nie, wann ich wo sein werde am Abend), suchte ich einen Schlafplatz und fand einen richtig tollen Platz zwischen dem Ostedeich und Elbdeich.

Ich stand mit Blick auf eine Kuhherde und einem etwa 100 Meter entfernten Bauernhof während ich die Deiche im Rücken hatte.

Als die Sonne unterging schoss ich noch ein paar Fotos, ansonsten schaute ich fern oder in die Natur, bearbeitete die Fotos des Tages, erholte mich, denn wie schon erwähnt, war ich an diesem Tag nicht wirklich fit.

3. Reisetag: Donnerstag, der 11. Oktober 2018

Ich habe besser geschlafen und war am Morgen fit für den Reisetag. Ich startete durch und fuhr die wenigen Kilometer bis nach Cuxhaven hinein. Ich fuhr durch das riesige Hafenareal und stoppte zwischendurch, da ich den Fischereihafen linkerhand wahrnahm.

Der Fischereihafen war sehr sehr leer. Die großen Zeiten sind wohl entgültig vorbei, das fiel mir auch an anderen Stellen auf.

Cuxhaven

Wie dem auch sei. Ich fuhr zu den Hapag Hallen, zum Schloss Ritzebüttel und weiter durch die Innenstadt, die ich jedoch als HÄSSLICH empfand und schnell in Richtung Döse fuhr.

In Döse angekommen wurde  ich von einer unveränderten 60er Jahre Nachkriegs-Nordseebäderarchitektur empfangen. Meine Güte war das ein hässlicher Ortsteil, doch scheinbar mögen viele dies, denn es war recht voll.

Döse war jedoch Nichts gegen Duhnen, wo ich anschließend hinfuhr. Hier war es zwar endlich moderner (ähnlicher Baustil wie in Sankt Peter Ording würde ich sagen), aber ich bin nicht ausgestiegen. Grund: TAUSENDE MENSCHEN auf den Fußwegen, der Straße, einfach überall. Dazu komplett belegte, riesige Wohnmobilstellplätze. Ein Wahnsinn was hier ab ging. Irre!

Aber gut, bei 27 Grad (Warum bin ich eigentlich nicht im Sommer  gefahren, wenn es eh so heiß ist, selbst Mitte Oktober?!?!) ist es auch kein Wunder, dass alle dieses Wetter nutzen.

Mein Aufenthalt in Cuxhaven endete also recht schnell und ich fuhr in Richtung Bremerhaven und begab mich mal wieder auf Schlafplatzsuche.

Informationen über Cuxhaven: https://tourismus.cuxhaven.de/index.php?lang=de

Alle Fotos aus Cuxhaven in einem Album:

Cuxhaven

Ich wurde erst relativ spät fündig. 3 Km vor Bremerhaven, in Sicht und Hörweite des Containerhafens, erneut hinter einem Deich, fand ich einen sehr geilen Schlafplatz am Ochsenturm.

Auch hier war reichlich Betrieb. Auf dem Friedhof wurde gegossen, auf dem Deich flaniert, die Hunde abends und morgens Gassi geführt. Nachts war es jedoch ruhig, auch wenn man im Hintergrund die Containerbrücken und ab und zu ein Donnern der Container vernehmen konnte.

Am Abend entschied ich mich relativ spontan die eigentliche Nordseetour abzubrechen. Ich hatte zwar Spaß beim Busfahren, beim Campen, beim Anschauen der Natur, aber nicht beim Betrachten und Fotografieren dieser Architektur. Cuxhaven hat mich echt schockiert und da ich wusste, dass es in Butjadingen und in den Sielorten nicht viel anders ausschaut, entschied ist – DAS WARS! 

Nein Nein, ich fuhr nicht nach Hause, sondern ich setzte die Tour fort. Jedoch anders als geplant. Anstatt weiter in Richtung Holland zu cruisen sollte es am nächsten Tag zwar weiter nach Bremerhaven gehen, dann jedoch hinunter nach Bückeburg zum Kumpel Harald…

4. Reisetag: Freitag, der 12. Oktober

Nachdem ich eine Nacht über die Entscheidung geschlafen hatte und mir außerdem den Wetterbericht für die Nordseeküste ansah, stand fest – das mache ich!

Also ging es hinein nach Bremerhaven, ein echtes Highlight dieser Reise!

Im Hafen konnte ich endlich richtig geile Architektur fotografieren, wenn auch zum Teil im Gegenlicht. Dazu hatte ich am Vorabend bereits vom Schlafplatz am Deich aus ein gutes Sundownerfoto des Containerhafens geschossen hatte.

Weitere Informationen über Bremerhaven: https://www.bremerhaven.de/de/tourismus/tourismus.13389.html

Alle Fotos aus Bremerhaven in einem Album:

Bremerhaven

Kumpel Harald in Bückeburg wollte ich aber erst am Samstag besuchen, also fuhr ich nachdem ich durch den Hafen von Bremerhaven spaziert bin, über Brake in Richtung Minden und wollte unterwegs einen Schlafplatz finden.

Betonung liegt auf wollte, denn ich fand doch tatsächlich NICHTS! Kaum Dörfer und wenn dann dermaßen klein und auseinandergezogen, ohne Friedhof und Parkplatz und in der Nähe der Bundesstraße.

Da ich mich inzwischen nur wenige Km vor Bückeburg befand, fuhr ich direkt zu Harald und wurde von ihm und seiner Frau herzlich empfangen…

Bei Harald in Bückeburg bzw. Rusbend habe ich schon mehrfach gestanden. Das Grundstück ist toll, ich habe ein eigenes Badezimmer mit Dusche und es wird immer viel geklönt, gelacht und interessant ist es zudem auch, denn Harald war Helikopterpilot und Fluglehrer und hat entsprechend einiges zu erzählen!

Reisetag 5: Samstag, 13. Oktober 2018

Am Samstag war ich ein bissel in der Gegend unterwegs. Habe mir das Schloss in Petershagen und das Wasserstraßenkreuz in Minden angesehen.

Petershagen+Minden+Mittellandkanal

Reisetag 6: Sonntag, 14. Oktober 2018

Am Sonntag warren Harald und ich im Hubschraubermuseum in Bückeburg. Ein weiteres Highlight dieser Reise!

Informationen über das Hubschraubermuseum in Bückeburg: http://www.hubschraubermuseum.de/

Alle Fotos aus dem Museum in einem Album:

Hubschraubermuseum Bückeburg

Harald führte mich professionell durch das Museum und erzählte mir Geschichten und technische Details. Wir scherzten teilweise, dass hier noch der Hubschrauber aus der Serie „Trio mit 4 Fäusten“ fehle, ZACK, schon standen wir vor der Maschine (allerdings nicht in rosa sondern olivegrün).

Wir scherzten weiter darüber, wie man aus diesem Teil (offiziell ein Lazaretthubschrauber) ein Wohnmobil für Wochenendausflüge machen könnte *ggg*.

Als ich irgendwann auch vor dem Tiger, einem gepanzerten Kampfhubschrauber stand, war ich mächtig beeindruckt wie schmal dieses Teil doch ist. IRRE!

Mein Aufenthalt in Bückeburg endete am Sonntag Nachmittag. Ich fuhr weiter in Richtung Steinhuder Meer. In Erinnerung bleiben wird nicht nur das tolle Essen, die tollen Gespräche, der Museumsbesuch, sondern auch die Vorführung von Haralds Drohne.

Das Ding ist klappbar und wird in einer Kameratsche verstaut. Es kann 4K Aufnahmen machen. Das Teil kann nicht kollidieren und abstürzen und kommt sogar automatisch zum Startort zurück. ICH WAR BEGEISTERT UND MÖCHTE AUCH EINE DROHNE HABEN! Vielleicht nicht gerade für 1000 Euro, eher für eine 0 weniger am Ende, aber ich möchte eine Dohne um endlich ordentliche Videos drehen zu können!!!

Wie dem auch sei. Ich fuhr nach Steinhude und fand einen Schlafplatz im Wohngebiet. Der Blick nach vorn und zur Seite ging jedoch ins Grüne, von daher passte das mal wieder ganz genau!

In Steinhude war es sehr voll, aber da ich eh wieder zurückkehrte ins Schema der Reise (ab 15 Uhr am Schlafplatz und nur 1 Highlight am Tag um mich selbst nicht zu überfordern und nur Dinge abzuhaken) verbrachte ich den Nachmittag im Bus und schaute mir Steinhude am Montag in aller Ruhe an.

Reisetag 7: Montag, 15. Oktober 2018

Die neue Woche begann wieder sehr gemütlich. Ich startete erst gegen 11:30 Uhr. Hierzu musste ich mein Fahrrad abschnallen und konnte auf den 20 Meter entfernten Radschnellweg auffahren, der mich in die Stadt und weiter in Richtung Steinhuder Meer brachte.

Hier gab es jede Menge Häuser am Wasser zu besichtigen. Schiffe waren zu sehen, einige Holzbrücken und vieles mehr. Es war echt toll hier!

Informationen über das Steinhuder Meer: https://www.steinhuder-meer.de/

Alle Fotos aus Steinhude in einem Album:

Steinhuder Meer

Ich kehrte zurück zum Bus und machte erst einmal eine lange Pause. Ich war mal wieder nicht so ganz auf dem Posten, aber es ging noch. Also startete ich zum heutigen Tagesziel, Bispingen.

Ich fuhr durch Bergen und die umliegenden Wälder. Dabei fuhr ich auf der Privatstraße des Bundes, die an mehreren Kasernen und Truppenübungsplätzen vorbei führte. Viel Wald – viele Farben – HERRLICH!

In Bispingen angekommen suchte ich einen Schlafplatz. Ich fuhr, teilweise offroad, auf Schotterpisten am Waldrand entlang, doch am Ende landete ich wieder in einem Wohngebiet und wieder gab es nach vorn und rechts den Blick ins Grüne, so dass ich einfach stehen blieb und meinen Platz gefunden hatte.

8. Reisetag: Dienstag, 16. Oktober 2018

Merke: wenn Du mitten in der Nacht, um 9:30 Uhr 😜, von den Abschüssen mehrerer Panzerkanonen geweckt wirst, hast du wohl neben einem Truppenübungsplatz geparkt. *Wackelndekaffeetassefesthalt*

Ich frühstückte und es fing an zu regnen. Da die Prognose nicht gut war, habe ich mich in diesem Moment entschlossen die Reise zu beenden. Eigentlich wollte ich noch nach Amelinghausen und Lüneburg, aber beide Orte kenne ich schon und auf den Weg ins Harzvorland komme ich hier immer wieder vorbei.

Ich packte also alles zusammen und war darauf eingestellt in 2, na sagen wir 3 Stunden daheim zu sein. Ich fuhr los, da klingelte das Telefon. Ein Kumpel war dran und fragte mich, ob ich nicht einen Kurierauftrag erledigen könnte.

Also fuhr ich einen gut 100 km langen Umweg und lud einen riesigen Schaukasten ein, den ich aus der Nähe von Buchholz nach Hamburg brachte. Nachdem ich diesen Transport erledigt hatte, ging es endlich weiter über die A7 nach Eckernförde.

Hier endete meine Reise nach einer Woche.

Fazit:

Es sollte eine Tour werden, die mich nach Cuxhaven, Bremerhaven, Wilhelmshaven, den Sielorten sowie den ostfriesischen Städten Emden, Leer, Papenburg führen sollte, doch es kam anders.

Ich habe eine Entscheidung getroffen, die richtig war!

Bremerhaven war ein echtes Highlight, ebenso das Hubschraubermuseum!

Der Aufenthalt bei Kumpel Harald und seiner Frau war, wie immer, sehr toll!

Die Fotoausbeute dagegen ist mehr als dürftig. Die Bildkomposition war nicht immer gut, um es vorsichtig auszudrücken. Hier war eine Mülltonne, dort eine Laterne im Weg, und ab und zu hielt ich die Kamera auch schief. Nun denn.

Dies sind meine TOP 3 Fotos der Reise:

Platz 1: Sonnenuntergang über dem Deich mit Blick auf den Containerhafen Bremerhaven

Bremerhaven

Platz 2: Aufnahme von einer Klappbrücke in Bremerhaven

Bremerhaven

Platz 3: Aufnahme mehrerer Stege sowie eines tollen Holzhauses in Steinhude samt Spiegelung im Wasser.

Steinhuder Meer

Nun befinde ich mich wieder daheim an der Ostsee. Ich habe zwei Touren gefahren. Erst ging es an die Elbe, dann kreuz und quer durch Niedersachsen.

In der Dieselkasse herrscht jetzt die große Leere und ich muss erst einmal schauen, wie es jetzt weitergeht. Die Reiselust ist zwar nicht komplett gestillt, aber für dieses Jahr erst einmal befriedigt.

Ich bedanke mich bei Euch für die Aufmerksamkeit.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp