Nachdem die Bäume ihr Laub verloren haben, habe ich wieder freie Sicht auf ein „Graues Etwas“. Es ist tatsächlich die Ostsee, die ich von meinem Fenster aus sehen kann während ich diesen Blogeintrag in den PC tippe…

Es ist Dienstag, der 4. Dezember 2018 und heute scheint doch tatsächlich die Sonne, auch wenn ab und zu eine Wolkenschicht vorbeizieht und es sofort dunkel wird über der Stadt.

Tja Leute, was liegt an einem sonnigen Tag an? Ich hatte mir mehrere Sachen überlegt, aber alle haben sich nach und nach zerschlagen.

So wollte ich zum Beispiel meinen leiblichen Vater besuchen, der eigentlich diese Woche in der Nähe von Lüneburg arbeiten sollte. Da sich dies verschoben hat, wird daraus leider nichts. Ich hätte es zumindest mit einem Besuch des Weihnachtsmarktes verbunden und somit eine weitere Tour gefahren, aber nein, das wird erst einmal nichts.

Verbunden mit dieser Fahrt wäre ein Transport in die Nähe von Travemünde gewesen, den ich genutzt hätte um mir diese Gegend anzuschauen (was ja eh noch auf meinem Zettel steht, siehe Ostholsteintour!). Auch dieser Transport wurde gestern abgesagt…

Nun denn. Minus und Minus ergibt plus – fahre ich halt an die Nordsee, dachte ich mir und habe mir überlegt über Heide (auch dort findet ein Weihnachtsmarkt statt) und Büsum hinunter nach Brunsbüttel zu fahren.

Nachdem ich mir die Sache durchgerechnet hatte, wurde schnell klar. Das wird finanziell nichts. Also bleibe ich vorerst daheim, auch wenn die Sonne scheint und ich das Wetter liebend gern zum Reisen nutzen würde.

Spaziergang durch die Siedlung

Obwohl ich gestern mit dem Bus bereits unterwegs war (simpler Einkauf) bin ich am Nachmittag noch einmal zu Fuß losgezogen um eine Kleinigkeit zu erledigen.

Aufgrund der vielen Drinnentage und des guten Essens setze ich nämlich wieder Gewicht an und dies gilt es durch Bewegung und geringere Nahrungsaufnahme zu stoppen *ggg*.

Also anziehen und raus, zumindest eine klitzekleine Runde zu Fuß drehen und Häuser gucken, auch wenn ich sie inzwischen in und auswendig kenne. Meine Siedlung hat einiges zu bieten. Hier stehen Villen, es gibt (m)einen Strand und einige Bauten erinnern auch an Skandinavien…

An der Hauptstraße, die mich den Berg hinunter führt, fängt es vorsichtig an schön zu werden, wie man auf dem nachfolgenden Foto sehen kann.

Unten am Jungmannufer stehen dann die richtig coolen Villen. Davor befindet sich der Strand, an dem ich in diesem Jahr nahezu täglich im Wasser zu finden war.

Das Gebäude vom Kanu-Wassersportverein erinnert, ähnlich wie die Siegfried-Werft an der Holzbrücke, stark an Schweden, oder?!?

Geht man jetzt den schmalen und steilen Berg hinauf, hat man eine gute Übersicht über den leeren Yachthafen und seinen Parkplätzen. Hier stand ich auch schon mehrfach und bin 3 Meter neben der Ostsee aufgewacht. Dieser Blick am Morgen – unbezahlbar!!!

Kommt man den Berg hinauf, trifft man nicht nur auf eine freie Fläche, die ich wiederum auch schon mehrfach als Übernachtungsplatz genutzt habe, sondern auch auf ein weiteres Holzhaus, welches mich an Skandinavien erinnert. Einfach nur toll! Von diesem Haus aus hat man den Blick in den Wald, den Blick auf die Ostsee, den Blick auf den Yachthafen. GENIAL!!!

Hier endete mein kleiner Spaziergang, denn ich wohne nur 200 Meter von diesem Holzhaus entfernt.

Was ich mit diesem Blogeintrag ausdrücken möchte, ist die Tatsache, die man sich immer wieder vor Augen führen sollte, wie schön es doch zu Hause ist.  Komme ich auch selten aus Eckernförde raus, so könnte es mir echt schlechter gehen! Dieses Mantra sollte ich mir immer und immer wieder eintrichtern, sobald ich, wie heute, Reiselust verspüre…

Keine Ahnung, wo ich heute spazieren gehen werde, aber Bewegung benötige ich und Abwechslung ebenso.

Ach ja, nächste Woche besteht wieder die Chance evtl. nach Lüneburg zu fahren. Vielleicht klappt es ja dann doch noch einmal, wer weiß das schon?!?

Kommt gut durch den Tag und genießt die Sonne!