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DIE EHEMALIGE GERBEREI

IN SCHWÄBISCH HALL

GESCHRIEBEN VON MARKO ANDRAE MEYER

Während meines Stadtrundganges durch Schwäbisch Hall im September des Jahres 2017 entdeckte ich eine Vielzahl bemerkenswerter Fachwerkhäuser. Ein Gebäude aber stach deutlich hervor. Die ehemalige Gerberei in der gleichnamigen Gasse.

Sehr gerne würde ich Euch jetzt eine Menge von Informationen und Hintergründe über dieses Gebäude präsentieren, doch ich habe leider nicht all zu viel gefunden und kann „nur“ mit einem Originaltext samt altem Foto plus den selbst geschossenen Fotos dienen.

Quelle Text und Bild: Stadtarchiv Schwäbisch Hall

In beherrschender Lage über dem steilen Kocherhang auf der hohen Stadtmauer stand hier ursprünglich die städtische Steinhütte, ein hölzener Scheunenbau. Später teilten sich Bäcker Kittel und Gerber Eckstein den Besitz, der schließlich ganz an die Gerberei überging.

Das jetzige große Gebäude diente bis ins 20. Jahrhundert hinein als Werkstatt für eine große Gerberei. Das Gebäude der ehemaligen Gerberei Eckstein enstand wohl Mitte des 19. Jahrhundert als stattlicher zweieinhalbgeschossiger Fachwerkbau.

Die Giebelseite ist gekennzeichnet durch fünf übereinander liegende offene Lauben zum Trocknen der Lederhäute, traufseitig zur ehemaligen Lohgasse (Hinweis auf die Lohmühle) durch hohe Einfahrtstore im Erdgeschoss.

Die Gerberei stellt ein wichtiges Baudokument in der Wirtschaftsgeschichte der Stadt Schwäbisch Hall bis ins 20. Jahrhundert hinein dar. Die Firma Hermann Eckstein wird noch 1913 als Lohmühle/Lederfabrik erwähnt. Auch für die Stadtgestaltung ist das Gebäude von Wichtigkeit.

Durch die Eröffnung eines Cafés ist das Gebäude wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, auf dem ehemaligen Trocknungsbalkon können Sie bei einer heißen Tasse Tee oder Kaffee Ihre Blicke über die Dächer des Froschgrabens von Schwäbisch Hall schweifen lassen…

Schwäbisch Hall
Gesamte Frontansicht, von der Treppe aus fotografiert

Schwäbisch Hall
Nahaufnahme auf den offenen Balkon inkl. Nähmaschinen

Schwäbisch Hall
Blick auf die Giebelspitze

Dieser Beitrag entstand freiwillig und ohne jeglichen Kontakt zum Cafebetreiber und somit auch ohne Gegenleistung!

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp