Moin Moin liebe Blogleser,

heute möchte ich Euch die kleinste Stadt Deutschlands vorstellen. Arnis liegt auf einer Halbinsel der Schlei, in der Nähe von Kappeln. Es leben gerade einmal 279 Einwohner (Statistikamt Nord, Stand 31. Dezember 2015) in dieser kleinen, maritimen und vor allem sehr gemütlichen Stadt.

Link zur Karte von Google Maps: https://goo.gl/maps/CfHajt3fyv42

Fotoquelle: musik-am-noor.de

Textquelle Wikipedia: Arnis hatte nach 1866 wie 24 andere Gemeinden Schleswig-Holsteins den Status eines Fleckens. Nach der Volkszählung von 1885 hatte Arnis 572 Einwohner. Bis 1920 verloren alle anderen Gemeinden den Status des Marktfleckens oder wurden zu Städten, einzig Arnis behielt ihn. Im Zuge der 1934 unter den Nationalsozialisten durchgeführten Gebietsreform wurde aus dem Flecken Arnis die Stadt Arnis, was sie der Hartnäckigkeit ihres Bürgermeisters Holstein zu verdanken hatte.

 

Ich war schon mehrfach in Arnis, zuletzt im Oktober 2013 um dort meinem damaligen Hobby Geocaching nachzugehen. Parken sollte man immer direkt auf dem Parkplatz am Ortseingang, direkt gegenüber vom großen Yachthafen. Schon hier kann man sich mit der Fotokamera bewaffnen und erste Fotos schießen. Es lohnt sich!

Über schmale Wege kommt man zu Fuß zwischen Hafen und Gärten vorbei bis man irgendwann die Hauptstraße erreicht. Diese sollte man unbedingt einmal von Anfang bis Ende zu Fuß erkundet haben. Hier kann man in aller Ruhe flanieren und sich vor allem alte Häuserfassaden anschauen.

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Textquelle Wikipedia (2 Absätze):  Die Häuser des 17. und 18. Jahrhundert waren Fachwerkhäuser, von denen einige wenige noch heute vorhanden sind (meist mit späteren Umbauten und Sanierungseingriffen). Die Größe der ersten Häuser kann heute an den Grundstücken Lange Straße 13 und 26 erahnt werden. Ein typisches Merkmal dieser Fachwerkhäuser sind die Utluchten, Anbauten am Wohnzimmer des Hauses über die eigentliche Fassadenfront hinaus zur Straße hin. Die Utluchten gibt es an einigen Häusern sowohl doppelt, zu beiden Seiten der Eingangstür, wie auch einseitig, asymmetrisch zur Achse des Hauses. Hinter den Fenstern der Utluchten befanden sich die begehrtesten Plätze im Wohnzimmer des Hauses, da man von hier aus das Treiben auf der Straße zu beobachten konnte. Im 17. und 18. Jahrhundert blieb neben den Häusern ein breiter Gang als Zugang zu Hof und Garten bestehen, der sich bei im späten 18. und im 19. Jahrhundert errichteten Häusern auf äußerst schmale, im Charakter städtische Laufgänge reduzierte.

Im 19. Jahrhundert setzte sich als Bautyp allmählich das voll gemauerte Haus auf einem Fundament aus Felssteinen durch (z. B. Lange Str. 79). Typisch für diese Zeit sind die halbmondförmigen, vielfach unterteilten Giebelfenster im zweiten Obergeschoss, das als Dachboden zu Lagerzwecken genutzt wurde, sowie die großen mit Holzarbeiten reich verzierten Eingangstüren in der Mittelachse der Häuser. Innerhalb dieser Häuser führte ein zentraler Flur bis zum rückwärtigen Teil. Die vorderen Räume wurden meist als Wohnräume, die rückwärtigen als Wirtschaftsräume genutzt. Innerhalb der oberen Etage wurde höchstens der zur Straße hin gewandte Teil als Wohnraum genutzt, da es in dieser Zeit noch keine geeigneten Dämmtechniken für die Einkleidung der Dachschrägen gab. Das obere Geschoss wurde deshalb meist als Lagerplatz genutzt.

 

Ist man am Ende der Hauptstraße angekommen, egal ob nun Lange Straße oder Parkstraße, wählt man für den Rückweg den Weg an der Uferpromenade (Strandweg)!

Hier fand ich damals auch meinen absoluten Traumstellplatz, der natürlich kein Stellplatz ist. Ich als Wildcamper bzw. Freisteher würde hier aber am liebsten meinen Bulli parken, aufs Wasser schauen, übernachten, morgens frühstücken und dann wieder verschwinden. Schaut selbst, es handelt sich um das Grundstück am oberen Ende der Halbinsel. Der Strandweg beginnt dort und führt hinunter mit bestem Schleiblick.

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Vom Strandweg aus kann man nicht nur die Häuser und Grundstücken von hinten betrachten sondern auch den Weitblick aufs andere Schleiufer genießen. Man kommt an der Werft vorbei und schließlich auch am legendären Restaurant Schleiblick.

Arnis ist immer eine Reise wert. Ganz egal ob nur für einen kurzen Spaziergang oder einen längeren Aufenthalt. Es gibt Ferienwohnungen, einen kostenpflichtigen Wohnmobilstellplatz und mehrere Häfen und Steganlagen.

Klickt Euch durch mein kleines Album aus dem Jahr 2013. Die Fotos stammen jedoch noch aus meiner alten, kleinen Knipskamera.

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Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp