FROSTIGER DEZEMBERTRIP 2018

HANSESTADT LÜNEBURG & DER
HUNDERTWASSER-BHF UELZEN

EIN REISEBERICHT VON MARKO ANDRAE MEYER

Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt breche ich  am 12. Dezember 2018 zu einer ca. 3 tägigen Reise auf, die mich in eine meiner Lieblingsstädte führen wird…

Mit dem Start dieser Tour werde ich tatsächlich in jedem Monat dieser Reisesaison (wohlgemerkt ist damit nur der Herbst gemeint) mindestens eine größere Tour gefahren sein!

Gut gelaunt erwecke ich den eiskalten Motor an diesem Mittwoch im Dezember und verlasse meine Heimatstadt, das Ostseebad Eckernförde. Ich verabschiede mich, wie immer an dieser Stelle, mit einem letzten Blick aufs Meer und fahre in den Wald hinein. Hinter Gettorf sind Motor und Businnenraum ganz gut aufgewärmt, entspannt fahre ich über Kiel und die B404/A21 nach Lauenburg, wo ich auch die Nacht verbringen werde.

Lauenburg an der Elbe

Malerische Altstadt und Werftindustrie in harmonischer Symbiose

Lauenburg wurde durch seine Flusslage zur reichen Schifferstadt. Seit dem Fall der Mauer kommen zahlreiche Besucher hier her um sich das Altstadtpanorama vom Fluss aus oder zu Fuß anzuschauen.

Dies war vorher nicht möglich, denn aufgrund seiner Lage im direkten Grenzgebiet geriet Lauenburg während der innerdeutschen Trennung nahezu in Vergessenheit.

Seit dem Jahr 1417 nutzt die Stadt das Privileg der Elbschifffahrt und erwirtschaftete sich dadurch ihren Wohlstand. Im Schifffahrtsmuseum können sich Besucher über diese Zeit informieren. 

Zur Museumswebseite: http://www.elbschiffahrtsmuseum.de

Nicht nur vom Elbedampfer aus kann die Altstadt besichtigt werden. Ein Spaziergang durch die selbige ist lohnenswert!

So erreichen Sie Lauenburg an der Elbe: 

Lauenburg befindet sich südöstlich der Hansestadt Hamburg und ist über die A7 aus Süden kommend über die Abfahrt Soltau und Weiterfahrt über die B 209 (Amelinghausen und Lüneburg) zu erreichen.

Von Norden kommend wechselt man in Hamburg auf die A25 und fährt über Geesthacht.

Von Osten kommend nutzt man die B195, nördlich der Elbe, oder die B 216, südlich der Elbe. Es lohnt jedoch auch eine Fahrt über Die Dörfer ab Hitzacker

Ich selbst verlasse Lauenburg am nächsten Morgen. Es ist Donnerstag und ich habe seit gestern Nachmittag, 14:30 Uhr, gestanden. Genug Zeit um die „neue“ 2. Batterie auf Funktionalität zu prüfen, jetzt wo ich per Voltmeter stets einen Überblick habe. Ergebnis: Alles funktioniert!

Nach einem Frühstück im Bus mit Blick auf den Uhlenbusch, einem Parkplatz auf dem ich bereits bei meiner Elbtour stand, geht die Reise weiter zum eigentlichen Ziel dieser Städtereise, in das vorweihnachtliche Lüneburg…

Hansestadt Lüneburg

Auf Salz gebaute Stadt an der Ilmenau mit traumhafter Architektur

Die über 1050 Jahre alte Hansestadt Lüneburg liegt zwischen den Städten Hamburg und Hannover und wird auch „Die Stadt auf dem Salz“ genannt. Einerseits prägt die Architektur im Stile der Backsteingotik das Bild, andererseits herrscht ein quirliges Stadtleben. Die perfekte Mischung, mitten in Niedersachsen.

Die Geschichte hat es gut gemeint mit Lüneburg. So wurde die historische Altstadt zu Weilen des zweiten Weltkrieges nicht angetastet und blieb völlig erhalten. Diese Tatsache ist auch ein Grund dafür, dass der Stadt im Jahre 2007 erneut der Titel Hansestadt verliehen wurde.

Ganz egal wo man hinschaut, überall in der Stadt findet man geschichtliches und vor allem Salz! Das kostbare weiße Gold war und ist der Grundstock für den Reichtum der Stadt Lüneburg. Wer mehr darüber erfahren möchte, der sollte unbedingt die wechselnden Ausstellungen des deutschen Salzmuseums besuchen!

Negative Auswirkungen des Salzabbaus findet man im sogenannten Senkungsgebiet. Krumm und schief stehende Häuser prägen hier das Bild.

Lüneburg ist auch eine Universitätsstadt. Dies erklärt auch das wirklich sehr bunte, fröhliche Leben in der Stadt, denn tausende Studenten wohnen, arbeiten und lernen dort. Sie mischen sich mit den zahlreichen Touristen, die in den Restaurants und Kneipen sitzen oder durch die Einkaufsstraßen flanieren.

Lüneburg ist immer eine Reise wert, denn von der Hansestadt aus ist man zügig in der Natur. Die Lüneburger Heide mit seinen violett blühenden Landschaften sorgt für fantastischen Ausblick und Lebensfreude. Wandern, radfahren, spazierengehen oder joggen – die Natur bietet das passende Ambiente.

So gibt es in Lüneburg auch Wasser, denn die Stadt liegt am Unterlauf der Ilmenau, die ganz in Nähe in der Elbe verschwindet. Zuvor bildet sie aber im Stadtzentrum einen herrlichen Treffpunkt, der die Umgebung in Szene setzt. Diese Gebiet wird auch „Wasserviertel“ genannt.

Einigen wird diese Szenerie sicherlich aus der ARD Telenovela „Rote Rosen“ bekannt sein, die in Lüneburg und Umgebung gedreht wird. Immer wieder stößt man als Besucher auf Dreharbeiten und kann teilweise als Komparse mitwirken.

Ich selbst freue mich jedes mal darüber, wenn ich auf einem Hinweisschild auf der Autobahn die Abfahrt Lüneburg oder auf der Bundesstraße den Abzweig in die Hansestadt lese.

Bevor mich mein Fußmarsch durch die Lüneburger Innenstadt führte, habe ich mir das Gebäudeensemble des Kloster Lüne samt seines Kräutergartens angesehen. 

Während meines Fußmarsches durch die Innenstadt lief ich durch den Hinterhof des Rathauses…

…bevor ich mir das Rathaus auch von der anderen Seite, inmitten des Weihnachtsmarktes, ansehen konnte.

Schlussendlich landet man als Besucher aber im Wasserviertel am alten Kran, auf einer der Brücken, umgeben von den zahlreichen Gebäuden des Hotels Bergström (Namensnennung erfolgt freiwillig und ohne Gegenleistung!).

Hier trifft man nicht nur auf internationale Reisegruppen und Stadtführungen sondern auch auf ganz besondere „Gäste“…

Auch wenn das Wetter an diesem Tag nicht so wirklich schön und die Umgebung winterlich trist war, Lüneburg ist immer eine Reise wert!

So erreichen Sie Lüneburg:

Lüneburg befindet sich südöstlich von Hamburg. Die B216 aus Richtung Osten kommend, die B4 aus südöstlicher Richtung kommend, die B209 aus südwestlicher Richtung kommend und die A39 aus Richtung Hamburg kommend sorgen dafür, dass die Hansestadt einfach zu erreichen ist.

Mein Reisetag war noch nicht vorbei. Es war  gerade einmal früher Nachmittag und anstatt schon jetzt nach Bad Bevensen zu fahren und dort bis Abends zu warten, suchte ich mir spontan einen Ort heraus, den ich zur zeitlichen Überbrückung besichtigen könnte.

Der Hundertwasserbahnhof in Uelzen

Künstlerisch gestalteter Bahnhof vor dem sogar Vandalen Respekt haben, wie es scheint

Der vom berühmten Baumeister Hubert Stier entworfene Inselbahnhof in Uelzen wurde 1887 in Betrieb genommen. Ein Jahrhundert später war das unter Denkmalschutz stehende, wilhelminische Gebäude schwer herunter gekommen und hatte seine alte Pracht völlig eingebüßt.

Im Zuge der Weltausstellung EXPO 2000 entwickelte der eigens gegründete Verein „Bahnhof 2000 Uelzen e.V.“ ein Konzept, welches auch die Umgestaltung des Bahnhofs zu einem Umwelt- und Kulturbahnhof vorsah. Für die künstlerische Neugestaltung konnte der österreichische Maler und Architektur-Doktor Friedensreich Hundertwasser gewonnen werden. Nach seinen Vorgaben wurde das Gebäude von 1998 bis 2000 umgebaut.

Heute zählt der Hundertwasser-Bahnhof zu den zehn schönsten Bahnhöfen der Welt. Jährlich besuchen Tausende Menschen aus aller Welt den kunterbunten Bahnhof und erfreuen sich an goldenen Kugeln, farbenfrohen Mosaiken, vielen bunten Säulen und tanzenden Fenstern.

Auf dem Flussbett-Boden erleben sie Melodien für die Füße, bestaunen den Faltenwurf der Wände, lernen Baummieter kennen und entdecken Hundertwassers phantastische Welt.

Text ohne Änderungen übernommen von: http://www.hundertwasserbahnhof.de/
Weitere Informationen, auch zur Anreise, finden Sie auf der nachfolgenden Webseite:

http://www.hundertwasserbahnhof.de/index.php

Es wird offiziell empfohlen den Besucherparkplatz der Bahn zu nutzen. Dieser ist kostenpflichtig! In exakt der gleichen Entfernung befindet sich jedoch ein kostenfreier, öffentlicher Parkplatz in der Nähe des ehemaligen Ringlokschuppens. Diesen würde ich eher empfehlen!

Hier endete für mich der Sightseeinganteil meiner Reise. Ich fuhr nach Bad Bevensen und schlug dort mein Nachtlager auf. Am Abend traf ich mich mit meinem Vater und fuhr am nächsten Morgen, nach dem gemütlichen Frühstück, über Lüneburg, Geesthacht und die B404 über Kiel zurück nach Eckernförde.

Fotos aus Lauenburg (September 2018): https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/albums/72157673971354398

Fotos aus Lüneburg: http://broemi.bplaced.net/2018/lueneburg.html

Fotos aus Uelzen: http://broemi.bplaced.net/2018/uelzen.html

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit! Begleitet mich auch auf meinen weiteren Reisen im neuen Jahr 2019!

Sämtliche Werbung für Städte, Museen, sonstiges wurde freiwillig und ohne jegliche Gegenleistung/Bezahlung eingefügt!