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Moin Moin liebe Blogleser,

am heutigen Sonntag endet eine schlechte Woche für mich. Eine Woche voller Frust, Ärger, Aggressionen und schlechtem Schlaf…

Wutanfälle

Meine Zündschnur ist im Augenblick relativ kurz. Sobald etwas schief  geht, egal worum es sich gerade handelt, gibt das Ventil der Dampfkammer den Druck frei und ich gehe hoch wie ein HB-Männchen.

Ich rege mich tierisch auf und 5 Minuten frage  ich mich, warum ich dummer Affe dies getan habe, es bringt doch eh nix.

„Heute werde ich mich nicht aufregen, egal was kommen wird! Egal wer mich ärgert! Egal was schief geht!

Dieses Mantra versuche ich mir seit Mitte der Woche einzureden, da ich mich selbst gar nicht mehr ertragen kann und merke, dass sich etwas ändern muss und zwar schnell! Doch meistens ist nach einer Stunde nach dem Erwachen schon alles wieder  gelaufen und ich bin mindestens 2 mal vor Wut geplatzt…

Dazu kommen noch die Schlafstörungen. Ich schlafe in letzter Zeit so schlecht ein, werde oft wach und bin morgens auch meistens zur selben Zeit wach, egal wann ich einschlafe. Drum bin ich tagsüber auch nicht gerade hellwach, was auch nicjht gerade toll ist…

Werkstattreparatur, Panne, der nächste Wutanfall

Nachdem der Bus am Freitag wieder vor meiner Tür stand habe  ich mir Gedanken über die Reisen im neuen Jahr gemacht. Meine Laune stieg wieder etwas an und ich freute mich aufs kommende Jahr. Dies habt Ihr gestern ja hier nachlesen können.

Dann begab ich mich jedoch zum Wagen und mein Nervenkostüm wurde wieder einmal geprüft…und versagte gnadenlos!!!

Schon beim ersten Startversuch ging der Motor wieder aus. Beim zweiten Starten blieb er dann an und ich fuhr in Richtung Stadt. Schnell kamen die Gedanken auf und ich regte mich leicht auf.

Jetzt war ich in der Werkstatt, zahle dort viel Geld, habe 30 Euro an Fahrkosten gehabt in dieser Woche und dies alles war für die Katz. Wenn es passt muss der Wagen nächste Woche erneut hin (und das muss er nun garantiert) und es stehen wieder Kosten an!

Ich fuhr durch die Stadt durch ans andere Ende und parkte bei Famila/Futterhaus. Ich wollte erstens im Futterhaus ein paar Aquarienfische anschauen, da ich dieses Hobby doch sehr  vermisse, außerdem gibts in der Reiterabteilung auch Daunenklamotten und die wollte ich mir anschauen. Anschließend sollte es zu Famila gehen um mir ein Tannenzäpfle Pils zu kaufen und in einem ruhigen Moment an die Schwarzwald und Bodenseetour zu denken.

Selbstverständlich war ich so im Film drin, dass mich die Probleme des Wagens und die folgenden Kosten in der neuen Woche vom Shoppingerlebnis abhielten. Ich blieb keine 2 Minuten im Futterhaus, holte das Bier und ging zurück zum Wagen.

Er sprang nicht an und ich versuchte es immer wieder und wieder und wieder.

Ich war wütend und fluchte und telefonierte und fluchte und versuchte es wieder und und und…

Es verging eine Stunde, ich machte immer wieder Pausen.

Irgendwann kam er ja immer wieder und das wird auch heute so sein, dachte ich!

Denkste. Er kam nicht. Ich lief mit dem Kanister zur nahegelegen Tankstelle, da ich im letzten Drittel des Tanks war, und holte 10 Liter Diesel, die ich einfüllte. Trotzdem sprang er nicht an. Er orgelt aber auch nicht, sondern hat ein anderes Problem, aber einen Versuch war es dennoch wert.

Als jemand neben mir parkte, der dies beobachtete, kamen wir ins Gespräch und er bot mir an mich eben nach Borby zu fahren (immerhin ans andere Ende der Stadt).

Ich ging nach gut 2 Stunden versuchen und versuchen darauf ein und ließ mich nach Hause fahren. Schön, dass es solch nette Menschen gibt.

Den Bus wollte ich  aber keinesfalls allein an der Hauptstraße in einem Industriegebiet stehen lassen. Einbruch, Diebstahl, Zerstörung – nein, dass muss nicht sein. Er musste irgendwie wieder nach Hause um dann am Montag in die Werkstatt gebracht zu werden.

Also versuchte ich daheim etwas zu organisieren. Eine Schlepphilfe.

Ich kenne in Eckernförde nur wenige Leute. Da ich kein kommunikativer Mensch und kein guter Freund bin (Aspergersyndrom) habe ich eben auch wenig Freunde und Bekannte. Dies merkte ich gestern sehr stark.

Ich konnte nämlich nur knapp eine Hand voll Leute fragen und 2 davon fielen raus, da ihre Fahrzeuge keinen 2,8 Tonnen Bus ziehen können.

Der Rest hatte keine Zeit oder trifftige Gründe nicht mal eben spontan zu helfen. Dies gilt es zu verstehen und zu akzeptieren. Daher war ich auch in keinster Weise darüber gefrustet.

Eine Bekannter von mir, der einen T3 Syncro fährt, hat mir dann zugesagt nach seiner Rückkehr von einem Termin außerhalb Eckernfördes zu helfen. Dies tat er dann auch…

Abschleppen

Oh je, es ratterte in meinem Kopf. Abschleppen, das erste mal. Bremsen ohne Bremskraftverstärker, nicht auffahren, aufpassen!

Ich bin ein sicherer Autofahrer, aber ich bin auch was Neues betrifft sehr sehr kompliziert und zurückhaltend um es vorsichtig auszudrücken. Ich bin eben eine richtige Schissbux.

Ich erinnere mich zurück, dass ich damals mein erstes Aquarium von einem Bekannten, der schon lange Aquarianer war, habe einrichten lassen. Später merkte ich dann, dass dies ja nun wirklich ein Klacks ist und sogar Spaß macht und ich ditsch mir heute noch vor die Stirn, wenn ich mich an solche Momente im Leben erinnere.

Alles was Neu ist ist ein Problem!!!

Stress ist ein Problem!!!

Und gestern kamen Stress und eben etwas Neues auf mich zu. Die Abschleppaktion mit Seil ohne Abschleppstange!

Es ratterte also in meinem Kopf, dann kündigte sich mein Bekannter an und wir fuhren im T3 zu meinem Bus raus auf die andere Seite der Stadt.

Ich stieg ein und was soll ich sagen, der Bus sprang beim ersten Startversuch tadellos an!!!

Das  ist jetzt nicht wahr oder?!?!?

Das ist doch nicht möglich?!?

Ich habe hier zwei Stunden gestanden und probiert und probiert und probiert und nun kommt er. Was wohlgemerkt gut ist, denn so konnte ich ohne abgeschleppt zu werden, nach Hause fahren.

Allerdings ist dies auch schlecht. Denn nun heißt es sicher am Montag oder wann auch immer der Wagen in die Werkstatt kommt:

„Er läuft doch“ und „alles ist in Ordnung, wir können nix machen wenn er läuft!“

Was  ist hier eigentlich das Problem?

Das Problem hakt zwischen Wegfahrsperre und Motorsteuergerät. Der Motor startet, geht auf 900 Umdrehungen (wenn man beim Starten aufs Gas tritt entsprechend höher) und dann sofort wieder aus.

Dies bedeutet, die Einspritzpumpe bekommt ein Signal, dass der Motor ausgehen soll, da der Schlüssel oder wie auch  immer falsch ist.

Ich habe nun 2 Schlüssel. Beide habe ich probiert, bei beiden tritt der Fehler auf!

Es wurde nun in der Werkstatt dafür gesorgt, dass das Steuergerät, wenn ich dies wünsche, ein Signal bekommt, dass alles okay ist. Wie genau, erkläre ich hier natürlich nicht!

Ergebnis: Das Problem besteht weiterhin!

Jetzt ist natürlich die Frage was tun?

Ich werde am Montag telefonieren. Mit meiner Werkstatt, mit der Werkstatt in der ich diese Woche war und falls das Problem nach wie vor da sein soll, ich wieder hin muss.

Außerdem werde ich mir auch einen Ratschlag einholen, so hoffe ich, in Gettorf bei Firma Köppke.

Der Bus muss laufen und ich muss ruhiger werden!!!

Ich habe keinen Bock noch einmal stehen zu bleiben. Daher werde ich jetzt bis zum Werkstattbesuch nicht mehr fahren und darauf hoffen, dass eine Lösung gefunden wird.

Die Reiselust, die Campinglust die seit Freitag wieder aufkam… tja, die ist nun völlig im Arsch! Ich bin genervt, gefrustet, traurig!

„Heute werde ich mich nicht aufregen, egal was kommen wird! Egal wer mich ärgert! Egal was schief geht!

Dieses Mantra habe  ich mir seit gestern Abend wieder mehrfach ins Hirn versucht zu implantieren. Ich muss einfach ruhiger, gelassener werden!

Musik kann dabei helfen. Daher schließe ich und wünsche Euch einen schönen ersten Advent.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp