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Über Jork im Alten Land in die Hansestadt Hamburg

Von Marko Andrae Meyer

Moin Moin liebe Blogleser,

ich bin am Sonntagnachmittag, 29. Oktober 2017, in Richtung Hamburg aufgebrochen. Mein Reiseziel an diesem Nachmittag war Jork im Alten Land. Ich wollte mich dort umschauen und dann später die Nacht im Ort verbringen.

Ich entschied mich das Fahrrad daheim zu lassen und mit ganz kleinem Gepäck zu reisen, wohlwissend nur ca. 2 Tage unterwegs zu sein. Kurz vor 14 Uhr startete ich in Eckernförde bei schönstem Sonnenschein und noch recht starkem Wind.

Der Sturm, Orkan der letzten Nacht hatte in Hamburg seine Spuren hinterlassen und sorgte an diesem Sonntag für eine Überschwemmung. Mir war dies egal, ich wollte 1. den sonnenreichen Montag nutzen und da ich 2. gelesen hatte, dass die Queen Mary 2 ein paar Tage früher (Sonntag) als geplant (Freitag) nach Hamburg kommen wollte, aber die Einfahrt in die Elbe nicht schaffte und abwettern musste, stand für mich fest – am Montag werde ich dieses Schiff sehen und ich fuhr daher los!

Die A7 war, wie immer, sehr stressig. Ich empfinde die Fahrt von daheim nach Hamburg grundsätzlich aus ekelhaft. Die vielen, engen Baustellen, die sich ewig ziehen. Ich weiß auch nicht, irgendwie habe ich nie Spaß wenn ich daheim losfahre.

Als ich dann auch noch kurz hinter Quickborn in einem Stau stand, da ein Fahrzeug auf der Bahn brannte, war das Thema Stacdtrundgang Jork auch schon erledigt, denn die Uhr deutete langsam aber sicher auf 16 Uhr und bald würde es dunkel werden.

Ich kam tatsächlich erst kurz vor 17 Uhr an und suchte mir direkt einen Schlafplatz. Was heißt suchen, ich fuhr den Platz an, den ich mir daheim herausgesucht hatte, und baute mein Nachtlager auf. Fernsehempfang war da. Das sollte soweit passen.

Meine Gesundheit war nicht so prall und meine Stimmung wie üblich am ersten Reisetag. Ich bin aber froh losgefahren zu sein, sonst hätte ich wieder 1000 Gründe gefunden dies nicht zu tun.

Ich verbrachte die Nacht in Jork. Ich schlief friedlich ein, erwachte aber grundlos halb 3 Uhr Nachts und konnte bis ca. 6 nicht mehr einschlafen…

Jork am Montag Morgen

Recht müde und ohne Kaffee, ich hatte keinen Bock welchen zu kochen und wollte mein Bauchgrummeln nicht auch noch verstärken, verließ ich meinen Parkplatz in Richtung Tankstelle. Ich muss sagen, das dortige Badezimmer war grandios sauber. Wirklich tadellos, das werde ich mir merken. Genau wie meinen ruhigen Schlafplatz.

Bei blauem Himmel parkte ich unweit vom Rathaus und begab mich zu Fuß auf den ersten Rundgang des Tages. Jorks Altstadt ist zwar klein, hat aber dennoch einiges zu bieten.

Leider war das Licht wirklich eine Herausforderung. Hier Schatten, dort grelles Licht. Zudem störte mich die hohe Hecke, die sich rings um die Kirche zog, so dass ich diese nicht gut fotografieren konnte.

Ich war etwas gefrustet, denn die Bilder sind irgendwie nicht gut geworden habe ich den Eindruck. Entscheidet selbst. Hier gibts ALLE Fotos aus Jork:

Jork im Alten Land

Nachdem ich Jork hinter mir gelassen hatte cruiste ich durchs Alte Land in Richtung Hamburg zurück. Hier war ich gestern schon lang gefahren und wusste daher, es ist Tempo 50-60 angesagt und einige Blitzer stehen hier auch.

Ich hielt ab und zu an und fotografierte Obstplantagen oder den Elbblick auf Blankenese. Auch hier könnt Ihr Euch durch ein ALBUM klicken

Altes Land

Köhlbrandbrücke, Queen Mary 2 und ett Elphie…

Ich hatte mir schon vor 2 Jahren vorgenommen irgendwann einmal in Hamburg zu sein, wenn die Queen Mary 2 in den Hafen fährt. Ein Foto von den Landungsbrücken aus muss der Traum sein. Die Einfahrt mitzuerleben ebenso.

Nun gut, diese Einfahrt erlebe ich heute nicht, das wusste ich. Dennoch würde ich gleich dieses Schiff sehen, also stieg meine Aufregung leicht an.

Ich fuhr per Navi durch Hamburgs Hafengebiet und befuhr irgendwann die Köhlbrandbrücke. Während es immer höher ging und ich den Ausblick links und rechts genießen konnte, aber mich natürlich auf den Verkehr konzentrieren musste, erblickte ich links die QM2.

In diesem Moment platze es aus mir raus! Ein Gefühlsausbruch sondergleichen! Ich jubelte lautstark und klatschte in die Hände, denn ich war in Hamburg, auf der Köhlbrandbrücke, mit einem VW Bulli und mit dieser Aussicht!!!

Natürlich kann man auf der Brücke nicht anhalten, so fuhr ich fröhlich aufgeregt weiter und mein Navi führte mich, so wie es sein sollte, in eine relativ gute Fotoposition, so dass ich anhalten und das Schiff fotografieren konnte.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Sicherlich gibt es bessere Fotos von diesem Schiff. Wasser war gar nicht zu sehen und eine Frontaufnahme konnte ich auch nicht schießen, aber dies war mir egal. Ich habe das Schiff gesehen und dies genügte mir vollkommen!

So programmierte ich das nächste Ziel ein welches mir ein weiteres Highlight liefern sollte. Den Blick auf die Elbphilharmonie. Auch hier wusste ich, es wird kein perfekter Blick sein und auch hier wird wieder das Wasser fehlen, aber auch dies war mir egal.

Ich kam am Ort des Geschehens an und parkte den Bus. Ich stieg aus und schoss nur 3 Fotos. Eines mit Bus, eine Großaufnahme und noch eine Aufnahme mit Grünzeug davor.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2 Hansestadt Hamburg + Queen Mary2Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Ich bin der Meinung, diese Fotos können sich doch sehen lassen! So stieg ich wieder in den Bus und fuhr weiter. Jetzt ging es an die Parkplatzsuche, ein nicht ganz so einfaches Unterfangen.

Hafencity und Speicherstadt

Ich fuhr durch die Hafencity und Speicherstadt und bekam einfach keinen Parkplatz. Außerdem sah ich die zig tausend Menschen auf den Straßen und dachte mir – oh oh, ob das gut geht!

Schließlich fand ich einen Parkplatz am Rödingsmarkt. Die Stunde kostet hier 3 Euro, teuer für mich! Ich zog daher nur eine Stunde und keine 2 und begab mich auf den Fußmarsch ins Getümmel!

Ich war nun wirklich froh das Fahrrad nicht dabei zu haben. Die vielen Menschen und die Treppen und Stege und Brücken – ohne Fahrrad ist es hier leichter, erst recht wenn man fotografieren will.

Fotografiere nie in der Mittagssonne und vor allem nicht im Herbst, bei tiefstehender Sonne!!!

Man man man war das ein Mist. Ich startete meinen Fußmarsch auf einer Brücke, die mich über den ersten Fleet führte.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Das heftige Gegenlicht sorgte dafür, dass die Häuser blass aussahen, es oft dunkle Stellen gab und ich daheim sehr viel tricksen musste. Mit der Fotoausbeute bin ich daher ganz und gar nicht zufrieden, denn zum Teil wirken die Fotos sehr künstlich!!!

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Wie dem auch sei. Ich ging weiter und schoss viele Fotos. Dann kam ich an der Elbphilharmonie an und hatte wieder mit dem Gegenlicht zu kämpfen. Außerdem mit den Massen an Menschen und der Situation überhaupt. Puuuuuh…

Um die Elphie im Breitbildformat aufs Bild zu bekommen habe ich auch versucht mit dem Weitwinkelaufsatz zu arbeiten. Das Ergebnis, bei Gegenlicht, ist nicht gerade gut.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Eine Nahaufnahme ist da doch schon besser geworden, wie ich finde:

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Neben der Elphie standen für mich einige andere Gebäude im Vordergrund. Vor allem dieses hier zog mich wieder nach Hamburg. So bog ich ab um dem Trubel zu entgehen und Nahaufnahmen machen zu können.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2 Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Selbstverständlich rückte die Elpphilharmonie aber immer wieder in den Mittelpunkt. Der ehemalige Kaispeicher ist wirklich das neue Highlight in der Hansestadt!

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

In meinem Kopf ratterte es. Wie hätte mein Leben doch anders aussehen können?!

  • wohnen in diesem weißen Gebäude am Kaiserkai 56
  • in einem kleinen Laden in Fußnähe Daunenklamotten verkaufen
  • in einem riesigen Loftbüro in der Speicherstadt diese Klamotten entwerfen und die Models in Daunenanzügen und co fotografieren
  • mobil sein mittels Elektrofahrtzeug in der Stadt

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Jaaaa, das wäre so meine Idealvorstellung. Dazu noch ein Wochenendhaus an der Ostsee oder auf Eiderstedt, reetgedeckt versteht sich. Ach ja… und dazu ein gesunder Körper…

Okay okay, kommen wir zurück in die Realität! Ich ging an weiteren Architekturhighlights vorbei und näherte mich so langsam der Außenseite der Hafencity an.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2 Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Da ich hier schon einmal fotografiert hatte und sich nichts verändert hatte, bog ich aber wieder links ab, wo es wieder ruhiger wurde und ich weitere Häuser und Schiffe fotografieren konnte.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Ach ja. Man könnte der obrigen Liste noch Angeln in der Hafencity beifügen, wobei mich sicherlich die vielen Leute nerven würden. Ich komme nur darauf, da ich an einigen Anglern vorbeigelaufen bin.

An der Hafenspitze fotografierte ich noch einmal den gesamten Kai. Ich muss sagen, dieses Foto gefällt mir richtig gut! Inhaltlich! Qualitativ könnte man sicherlich noch dran arbeiten!

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Schon das nächste Foto landet auf Platz 2 meiner gesamten Fototour, denn weiter ging der Fußmarsch zurück in die Speicherstadt!

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2 Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Als ich den letzten Fleet überqueren wollte kamen noch 2 Ausflugsschiffe in schneller Fahrt auf mich bzw. die Brücke auf der ich stand, zu. Dies waren wohl die Fleetrowdys, denn sie gaben reichlich Gas, drehten das Schiff unter der Brücke und sorgten so für reichlich Action. Sie hinterließen dabei jede Menge Wellengang, der in einem Hafen eigentlich nicht gebraucht wird, aber gut, wir sind hier in Hamburg, hier ist einiges anders und wirklich im Hafen sind wir hier auch nicht, klar!

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2 Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Ich schoss ein letztes Fotos mit Gegenlicht und ging nun in Richtung Parkplatz. Die Stundde war schon um, es hätte gut sein können, dass ich jetzt einen Strafzettel an der Scheibe hatte, dem war aber nicht so.

Auf dem Weg zum Parkplatz bekam ich noch weitere Häuser vor die Linse. Zum Beispiel dieses hier.

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2 Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Desweiteren einen Doppelstockbus auf der Brücke, einen V8 betriebenen VW T3 und natürlich durfte das ganze alte Hamburg auch nicht fehlen!

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Ich kam am Bus an und hatte nun die Wahl. Entweder noch einen Zettel ziehen und bis zu den Landungsbrücken latschen oder mit dem Bus fahren und versuchen dort einen Parkplatz zu finden.

Ich entschied mich für die letzte Variante, da ich schon recht fertig war. Allerdings nahm die Anzahl der Fußgänger erneut stark zu, so dass ich mich noch auf dem Weg Richtung Landungsbrücken dazu entschlossen habe auf einen weiteren Fußmarsch zu verzichten.

So habe ich Eckernförde einprogrammiert, mich in Richtung A7 vorgearbeitet und bin dann gen Norden gecruist mit meistens 80 Km/h in den Baustellen.

Mein Fazit

Niemand weiß ob Hamburg eine Umweltzone einrichtet. Falls ja, habe ich noch einmal die Hafencity gesehen und die Speicherstadt. Landungsbrücken und Dockland sowie Fischmarkt habe ich ausgelassen. Dies ist ein klitzekleiner, negativer Haken, aber die positiven Dinge überwiegen.

So habe ich die Queen Mary 2 gesehen und die vollendete Elbphilharmonie. Das ich keine Wohnung und keinen Daunenklamottenladen in der Hafencity besitze, ähm ja, sollte schon klar sein, dass ich dem jetzt nicht wirklich nachtrauern werde!

Ich bin froh, dass mich der Wagen wieder gut nach Hause gebracht hat. Er ist auf dem kurzen Trip, und mehr als ein Ausflug war es ja nun wirklich nicht, immer sofort angesprungen und tadellos gelaufen!

Hier folgen nun sämtliche Fotos aus der Hansestadt Hamburg:

Hansestadt Hamburg + Queen Mary2

Zukunftspläne

Ins alte Land werde ich noch häufiger fahren. Außerdem werde ich noch in Hamburg versuchen mit dem Fahrrad durch den Ohlsdorfer Friedhof zu fahren, zu Fuß durch das Treppenviertel (wo pack ich dann das Fahrrad wieder hin…. oh jessas) in Blankenese zu laufen. All dies kommt im nächsten Jahr…

Wohin es mich demnächst führen wird, weiß ich nicht. Vielleicht wiueder nach Flensburg, wenn ich eh in der Werkstatt bin demnächst.

Vielleicht fahre ich sogar von dort aus nach Skagen. Alles ist möglich, aber ohne Standheizung werden mir jetzt so langsam die Optionen ausgehen und ob ich die Adventstour fahren werde, wer weiß das schon.

Die Ideen für Kurztrips in die Umgebung gehen mir so langsam aus. Kiel, Rendsburg, Schleswig, Flensburg, Lübeck (wo ich schon letztes Jahr war) und dann verließen sie ihn. Eckernförde liegt gut, aber so langsam hab ich hier alles abgeklappert nachdem ich ja neulich auch schon in Heiligenhafen war.

Ach ja…….. Glückstadt bei Hamburg war ich noch nicht. Hätte ich gestern auch noch machen können, aber ich war dann wirklich fertig und da das Wetter abends/nachts eh wieder mies angesagt war, habe ich es vorgezogen nach Hause zu fahren.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und hoffe, der Reisebericht und vor allem die Fotos haben Euch gefallen! Schreibt mir ruhig einen Kommentar!

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp