Moin Moin liebe Blogleser,

ich bin gerade zu Hause angekommen nach einer Nacht auf dem Mohrberg Bullitreffen. Heute stehen ein paar Dinge an, daher  habe ich mich erst einmal von der Gruppe entfernt und möchte Euch kurz über die letzten 24 Stunden informieren.

Am gestrigen Donnerstag hatte ich einige Termine wahrzunehmen. Gegen Mittag bot sich mir jedoch etwas Zeit, die ich genutzt habe um erstmals in diesem Jahr in der Ostsee schwimmen zu gehen. Bei 14 Grad Wassertemperatur hat es zwar etwas Überwindung gekostet. Daher war ich, mal abgesehen von den ca. 5 Minuten hin und her latschen im Wasser und den Überwindungspunkt zu treffen, nur knappe 2 Minütchen drin, aber immerhin – ich war in der Ostsee und bin geschwommen und das am 15. Juni!

Gegen 15 Uhr habe ich dann meinen Kram gepackt und bin, obwohl es mir nicht so gut ging, in Richtung Mohrberg aufgebrochen.

Gott ging es mir mies. Nassgeschwitzt, müde, kodderich, uffgeregt – alles zusammen!

Ich kam in Mohrberg an, schnappte mir meinen Stuhl und  begab mich zu einer kleinen Gruppe bestehend aus 5 Leuten. Ich setzte mich dazu und lauschte den Gesprächen. Von mir kam natürlich kein einziges Wort… 😦

Es ist einfach fürchterlich wie einsam man sich fühlen kann, trotz der Tatsache das man sich in Gesellschaft freundlich lachender Menschen befindet. Alles war eigentlich gut. Niemand tat mir etwas (wieso auch). Die Anwesenheit der Mohrbergprinzessin machte mir nix aus, da sie mir mittlerweile am Mors vorbei geht (hat ja auch lange genug gedauert!) und eigentlich hätte man selbst auch fröhlich sein, etwas lustiges erzählen oder einen Witz machen können.

Aber nein. Onkel Marko saß da wie ein schwarzes Schaf, hat wahrscheinlich eine Fresse gezogen wie 10 Tage Regenwetter und somit auch nicht gerade freundlich gewirkt…

Es war wieder einer dieser Momente in denen ich mich einfach nur abgrundtief hasse!!!

Nachdem der Regen nachließ (es tröpfelte nur ganz leicht, das Gewitter zog vorbei) begab ich mich zum Bus und bereitete alles auf den Grillabend vor.

Ich stellte Tisch und Stuhl auf, warf den Grill an und konnte nach wenigen Minuten das Fleisch und die Würsten drauflegen.

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Ett wird!

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Lecker!!!

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Keine 20 Minuten später wurde gegessen. Lecker wars und schnell gar. Wer braucht schon einen Luxusgrill von Weber, wenn es auch ein 0815 Grill aus dem Baumarkt kann?

Nach dem Grillen wusch ich zügig das fettige Geschirr ab und auch den Grillrost. Die heiße Holzkohle wurde von Kumpel Wolfgang gerne genommen um seinen Grill anzuheizen.  Ruck zuck war bei mir also wieder alles sauber und schicki, so dass ich mir eine Tasse Tee genehmigte, meinen Stuhl schnappte und mich zur größeren Gesellschaft setzte.

Auch hier schwieg ich wieder. Ich bekam einfach kein einziges verdammtes Wort raus!!!

Ich beobachtete die Menschen, hörte ihren Gesprächen zu und versuchte diese Eindrücke irgendwie zu verarbeiten. In meinem Kopf herrschte einfach nur Chaos. Ich stand unter großem Druck, man könnte auch sagen ich war auf Vollspannung geladen!

An dieser Stelle muss ich noch einmal auf die Mohrbergprinzessin zu sprechen kommen. Nein nein, kein Rückfall, aber dafür mein Knallersatz des gestrigen Tages aus ihrem Mund:

„Papa, kannst Du bitte dem Marko sagen, er soll mich nicht beim Essen fotografieren?! Da seh ich fett aus!“

Hallo?

  1. saß der Marko keine 3 Meter entfernt und hat alles gehört. Man hätte ihn/mich also direkt ansprechen können und nicht diese Kinnerkacke!
  2. Hat der Marko, zugegeben etwas selbstverliebt *ggg*, über die Essenstafel hinweg einfach nur den eigenen Bus fotografiert!
  3. Den Begriff FETT aus dem Munde einer Frau zu hören, die 1,85m groß ist und…… joah…… lasst es 50 Kilo sein, wiegt… das ist einfach nur verrückt!

Fotobeweis Punkt 2:

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Mohrberg (5)

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Ich war nach diesem „Vorfall“ noch etwas irritierter als vorher und zog mich zurück. Alles kein Drama, das war selbst mir klar und das muss schon was heißen!

Ich unterhielt mich mit einem anderen Besucher während dieser die Feuertonne anheizte.

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Mohrberg Lagerfeuer

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Währenddessen fuhr ein 7,5 Tonner MAN mit Kofferaufbau vor und trötete einmal mit dem Truck Horn, so dass die ganze Gegend erschallte. Selbstverständlich musste die Besatzung des Schwarzcampers, auf derem Dach sich 2 Hörner/Fanfahren, wie auch immer man die Dinger nennt, befinden, den Ruf erwidern. Selbstverständlich zu einem Zeitpunkt als ich mit dem Rücken zum Schwarzcamper stand und nicht damit gerechnet hatte.

AAAAAAAAAALTER HAB ICH MICH ERSCHROCKEN!!!! 

Aber ein saugeiler Sound mit zwingendem HABENWILL-FAKTOR!

Inzwischen war es spät geworden und die Sonne ist untergegangen. Nach und nach gesellten sich immer mehr Leute aus der Gruppe in den Kreis um die brennende Feuertonne. Da ich müde war und mir das in diesem Augenblick auch irgendwie zu viel wurde, zog ich mich zurück und begab mich zu Bett.

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Feuertonne, gestern Abend

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Während ich einschlafen versuchte kam Wind auf. Relativ starker Wind. Ich merke schnell das ich mit meinem Hochdach falsch geparkt hatte. Ein Ast striff ab und zu über das Dach und hinterließ nicht nur nervende Geräusche sondern vielleicht auch Striemen. Ich war drauf und dran nochmal aufzustehen und umzuparken, doch ich war zu müde und bin irgendwann eingepennt. Der Wind ließ dann eh nach und kehrte erst am Morgen zurück.

Heute Morgen packte ich meine Stühle, den Tisch und den Grill ins Auto und kochte mir anschließend einen Kaffee. Dann gabs Frühstück im Bus und anschließend kehrte ich nach Hause zurück.

Alles in allem würde ich sagen:

Ein Pluspunkt dafür, dass ich überhaupt dort war, es in der Gruppe ausgehalten habe, mich nicht blamiert habe (soweit ich das beurteilen kann) die „ach so erwachsene“ Prinzessin nicht angestarrt habe!

Einen fetten Minuspunkt für die eingebaute Maulsperre und einen doppelten Minuspunkt für die Tatsache, dass ich keinen Spaß, keine Freude empfunden habe!

Nun bin ich wieder daheim und werde wohl erst morgen wieder am Treffen teilnehmen. Heut ist Freitag, der Sauf und Feierabend. Morgen wird es dann wieder ruhiger. Ergo werde ich erst morgen wieder hinfahren. Ich hab ja noch 1 1/2 Steaks und eine halbe Packung Nürnberger. Die müssen auf den Grill…

Ach ja, bald hätte ich es vergessen. Man lernt ja nie aus. Anstatt das zufällig exakt passende Badehandtuch jeden Abend dranzuknippern um das Seitenfenster vor Einblicken von außen zu schützen, habe ich es heute morgen nicht abgezogen sondern einfach mal aufgerollt und in die Dachrinne gepresst. Dadurch das der Deko-Coke-Schlafsack fest ist, konnte ich ihn etwas drüberziehen, so dass er dem Handtuch Halt verleiht. Ich muss jetzt also nicht mehr manuell anknüpfen sondern nur noch raus ziehen und fallen lassen und morgens aufrollen. Warum auch nicht…

 

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…es sieht vielleicht nicht soooo toll aus in grün, aber es ist passend und bedeckt alles.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp