Gute 1500 km liegen zwischen dem Ostseebad Eckernförde, meiner Heimatstadt, und der wohl schönsten Stadt der Welt. Âlesund fiel im Jahre 1904 einem Großbrand zum Opfer und wurde anschließend in lebendiger Jugendstilarchitektur neu aufgebaut.

Wie Phoenix aus der Asche entstand eine Perle Norwegens, unter anderem durch die Mithilfe Kaiser Wilhelms II, der seinen Sommerurlaub regelmäßig in Norwegen verbrachte und nach dem Brand deutsche Hilfe schickte.

Bedankt haben sich die Norweger dafür mit einem Denkmal welches mitten in dieser prachvollen und bunten Stadt auf einer Anhöhe gesetzt und „Keiser Wilhelmsgate“ benannt wurde.

Aber nicht nur Deutschland half den obdachlos gewordenen Einwohnern der abgebrannten Stadt beim Wiederaufbau. Eine internationale Spendenaktion half beim Neuaufbau der Stadt!

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1500 Kilometer schauen auf dem ersten Blick gar nicht so viel aus, doch um Âlesund zu erreichen muss man erst einmal die Fährüberfahrt zwischen Dänemark und Norwegen hinter sich bringen oder alternativ direkt über Schweden fahren oder die Fähre Kiel-Oslo für eine Minikreuzfahrt nutzen ( https://goo.gl/maps/c863xKKJeEp ). Alles in allem eine teure Angelegenheit.

Aus diesem Grund ist und bleibt es zwar ein Sehnsuchtsort für mich, ähnlich wie Monte Carlo, aber ich bin realistisch genug zu wissen, dass ich dort wohl niemals sein werde. Daher versuche ich es erst gar nicht.

Träumen darf jedoch erlaubt sein und was hilft hierbei mehr als bewegte Bilder. Schaut Euch das nachfolgende Video an und staunt selbst…

 

 

 

Selbst bei bedecktem Himmel hat die Stadt ihren Charme. Die Vielfalt der Farben und Lichter zeigt sich jedoch erst bei entsprechender Sonneneinstrahlung.

Sicher, das nachfolgende Foto ist bearbeitet und überspitzt, aber die bunten Häuserfassaden im Jugendstil modern bis in alle Ewigkeit!

Âlesund ist nicht nur eine bunte Stadt sondern auch eine der führenden Wachstumsregionen Norwegens. Die rund 42.000 Einwohner starke Stadt, die auf mehreren Inseln in der Region Sunnmøre liegt, genießt den Vorteil der Lage zwischen Küste, Fjord und den Bergen. Diese Mischung macht Âlesund zu einem beliebten Reiseziel für Menschen aus aller Welt.

Âlesund wird natürlich auch von den Fähren der Hurtigroute angefahren. Im Sommer halten die Postschiffe 2 mal täglich im Hafen der Stadt und bringen die Fahrgäste u. a. auch von Âlesund aus in den nahen Geirangerfjord.

Die Touristen werden von der Schönheit der Stadt sondern auch der Vielfalt der Natur angezogen. Diese lädt zum Skifahren und wandern ein. Bei Schlechtwetter gibt es zahlreiche Museen zu besichtigen.

Apropos Skifahren…ganz besonders idyllisch wird es in Âlesund wenn der erste Schnee gefallen ist. Das nachfolgende Video zeigt Eindrücke davon, die einfach nur faszinierend auf den Betrachter wirken.

 

Zu guter Letzt noch ein paar Fakten über Stadt und Region:

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Ålesund ungefähr in der Mitte des 15. Jahrhunderts als Niederlassung Bergener Kaufleute auf ihrem Weg nach Norden. Im Jahre 1848 wurden ihr die Stadtrechte verliehen. Die Stadt wuchs in kurzer Zeit stark an und wurde so zu einem der größten Fischereihäfen Norwegens.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige der Region sind noch heute Fischerei, Schiffbau und Möbelproduktion. Um 1750 wurde damit begonnen, in Sunnmøre Klippfisch zu produzieren. In den folgenden 100 Jahren erlebte die Fischerei eine wahre Blütezeit und der Klippfischexport entwickelte sich zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Region.

Möchtest auch Du Âlesund einmal besuchen, dann informiere Dich u. a. hier über Stadt und Region: https://de.visitalesund.com/?_ga=2.38781991.560879961.1496736416-500127193.1496736416