Moin Moin liebe Blogleser,

einige von Euch kennen mich ja schon etwas länger und kennen daher meine Vorgeschichte im Bezug auf die Arbeit als Kurierfahrer. Für alle anderen, hier ist sie ^^…

Angefangen hat, wie so oft, alles mit einer Fernsehsendung. Ich war damals noch in der Schule und stand kurz vor der Ausbildung, die endlich gefunden war. Ein Büroberuf. Nicht spannend, aber eine Ausbildung eben. Gezeigt wurde ein Mann, der morgens von daheim mit seinem BMW Touring zum Bäcker fuhr, am Stehtisch frühstückte um dann in den Tag zu starten. Sein Job war es Pakete, Briefe, sonstigen Kleinkram abzuholen vom Kunden und zur Lieferadresse zu fahren. Mal innerhalb der Stadt, mal mehrere hundert Kilometer außerhalb.  Er war sein eigener Chef, kam nur beim abholen/abgeben mit Menschen in Kontakt. DIES KLANG NACH EINER ARBEITSUMGEBUNG FÜR MICH!!!!

Jahre später, nach der Ausbildung, zog ich an die Ostseeküste und eröffnete eine Firma. Ich erinnere mich gern zurück, wie ich mit meinem Audi 80, leider nur Limousine und kein Avant, eben dieses Kleinkram von a nach b transportierte. Ich hatte eine Art Linienverkehr und fuhr 3 mal die Woche von Kiel nach Bad Oldesloe. Ich bekam über eine Vermittlungsagentur Aufträge für die Innenstadt von Kiel und ich fuhr für ein Zahnlabor die einzelnen Praxen ab um deren Aufträge abzuholen bzw. abzugeben.

Ein besonderer Tag war damals der 24. Dezember 1998. Heiligabend Mittag stand ich in Kiel und wollte gerade Feierabend machen, da bekam ich einen Anruf. Ein Auftrag, der so gut bezahlt war, dass er die nächsten 2 Monate absichern sollte, führte mich von Kiel aus nach Willich bei Neuss. So fuhr ich mit dem Audi Heiligabend am frühen Nachmittag los ins Ruhrgebiet und kam bei Dunkelheit an.Ich lieferte meine Ladung ab und machte kehrt. U. a. kam ich durch Gelsenkirchen hindurch…

Es gab damals noch keine Navis, zumindest hatte ich keines, und irgendwie muss ich hier einen selten dämlichen Fehler mehrfach gemacht haben. Ich fuhr also Heiligabend, irgendwann bei Dunkelheit am Abend durch Gelsenkirchen und sah GELSENKIRCHEN Ortsausgang…

Ca. 20 Minuten später kam wieder ein Schild. GELSENKIRCHEN Ortseingang!

Nanü?!?

Kurz gesagt, so ging das 3 mal und ich weiß bis heute nicht wieso. Am Ende habe ich mich dafür entschieden einfach Landstraße bis Münster zu fahren um dann wieder auf die Bahn zu kommen. Bei einsetzendem Eisregen rund um Hamburg schlich ich Richtung Eckernförde, wo ich weit nach Mitternacht ankam!

 

Wieso erzählte ich Euch dies gerade heute? Nun, ich habe gestern und heute für einen Forenkollegen einen Freundschaftsdienst erbracht und, ich sage mal, eine Ladung von a nach b transportiert. Dies erinnerte mich natürlich an die damalige Zeit, auch wenn ich weder Frachtbriefe ausfüllen, noch eilige Termine einhalten musste.

Es hat einfach Spaß gebracht. Gerade mit diesem Wagen. Ich war in Wanderup und hätte von dort aus gestern auch gern noch nach Husum fahren können um die Nacht auf „meinem Platz“ hinterm Nordseedeich zu verbringen, doch das Wetter war grauslig, darum bin ich doch einfach nur hin/zurück gefahren.

Ich hätte gern mehr von diesen „Aufträgen“. So kommen ich und der Wagen auch mal raus auf die Straße, wo wir hingehören! 🙂

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

 

P.S.: Übrigens…….. das Wetter mag noch grausam sein, aber was sehe ich denn daaaa????? Lese ich hier tatsächlich 26 Grad? Ich meine, mir würden auch 20 genügen, aber sei es drum! ES GEHT AUFWÄRTS, DER FRÜHLING KOMMT!!!!!!

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