Moin Moin liebe Blogleser,

ich habe eine laue Sommernacht hinter mir, die ich im Bus vor meinem Elternhaus verbracht habe. 

Heute gibt es einen traurigen Anlass hier im Harzvorland zu sein. Auf den Tag genau vor 20 Jahren verstarb meine Oma…

20. Todestag meiner Oma, 28.6.1997

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Die Person, die für mich in der Kindheit und Jugend am Wichtigsten war, ist am 28. Juni 1997 nach langem Krebsleiden verstorben.

Sie war und ist nicht nur für den Ausspruch „Frose 460?!?!?“ verantwortlich sondern auch für eine Reihe von Erinnerungen, die mir noch heute gelegentlich durch den Kopf schießen.

Heute vor 20 Jahren endete dieses Leben. 

Es gibt kein Ausspruch „Frose 460?!?“ mehr, denn der Schuhladen ist Vergangenheit!

Ehemaliger Schuhladen in Hoym

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Es wird samstags kein Kuchen mehr gebacken!

Es werden auf der alten Bank vor dem Haus Badstuben 20 in Hoym keine Bohnen geschnippelt oder Erbsen geschält!

Man trifft sich nachts um drei bei Gewitter nicht mehr auf der Treppe des Mietshauses um sich über die Angst hinweg zu schnattern.

All dies und noch viel mehr ist Geschichte!

Heute vor 20 Jahren stand ich im Krankenhaus nachdem ich zuerst den Anruf von dort in Empfang genommen hatte. Obwohl man sich hätte darauf einstellen können wurde ich hart getroffen und wusste eine Zeit lang nicht wohin mit meinen Gefühlen und Gedanken.

 Meine Oma hatte ihre erste Rentenauszahlung nicht mehr erlebt, jedoch noch mitbekommen, dass ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte.

Nach ihrem Tod (einen Zusammenhang möchte ich jetzt nicht herbei reden) gab es keine Momente mehr, in denen sie hätte stolz auf mich sein können. . .

Zu Ehren meiner Oma habe ich heute eine Blume aufs Grab gelegt und die Orte meiner Kindheit besucht. An einem werde ich wohl auch die nächste Nacht im Bus verbringen. Unter anderem aus diesem Grund bin ich jetzt schon wieder hier vor Ort obwohl der letzte Besuch keine 4 Wochen zurück liegt.

Ansonsten begann der heutige Tag ziemlich blöde. Mal wieder Ohrenpiepsen und 1 ihr dicht. Aber da muss ich jetzt durch.

Nach dem Frühstück gab es etwas zu erledigen. Der Bus fungierte erst als Schrott- und dann als Möbeltransporter! Bei 28 Grad schwüler Hitze sehr unangenehm. Doch es soll nun auch hier kühler werden.

Rein wettertechnisch für nächste Woche sieht es wohl eher nach der Nordsee als Reiseziel aus, aber mal abwarten. 

Es grüßt etwas betrübt aus dem Harzvorland

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp