Was bedeutet eigentlich Frose460???

Damit wären wir beim zweiten, etwas wirren Namen. Diesen musste ich jedoch nicht erfinden, denn er spukt seit meiner Kindheit in meinem Kopf herum!

Ihr seht auf diesem Foto meines Wagens ein renoviertes Gebäude in der Kleinstadt Hoym in Sachsen Anhalt. In diesem, damals zerfallenem, grauen Gebäude, spielte sich ein Teil meines Lebens ab, denn in diesem Gebäude befand sich zu DDR-Zeiten ein HO-Schuhgeschäft welches u. a. von meiner Oma Erika geführt wurde.

Noch heute bekomme ich sofort „Flashbacks“ sobald ich auch nur ein Geschäft betrete in dem es nach Lederschuhen oder Taschen riecht. Ich erinnere mich an jede einzelne Bodenfliese (später mehr zum Thema Aspergersyndrom), jede eingeritzte Kerbe im uralten Schreibtisch, jedes Loch im abgebröckeltem Mauerwerk. Woran ich mich aber am meisten erinnere sind zwei Dinge…

Jeden Dienstag bekam das  Schuhgeschäft neue Ware. Ein LKW fuhr rückwärts Richtung Eingangstürstufe. Der Fahrer öffnete die Plane, stieg auf die Ladefläche und warf die Pakete in den Laden hinein. Sie landeten auf dem glatten Fliesenboden und rutschten bis ans andere Ende! Hier entstand mein Berufswunsch: Kurierfahrer/Transporter!

Die zweite Erinnerung schießt mir in den Kopf sobald ich ein Telefon klingeln höre. Das Schuhgeschäft befand sich in Hoym. Hoym liegt unweit der Stadt Frose. Frose und die gesamte Umgebung hatten damals eine gemeinsame Vorwahl. Sobald das graue, alte, DDR-Telefon mit Wählscheibe klingelte, ging meine Oma heran und meldete sich mit…

„Frose460…???!!!“

Was sich aus der Vorwahl und der Telefonnummer 460 zusammensetzte.

In Erinnerung an meine geliebte Oma, die 1997 elendig einem Krebsleiden erlag, habe ich u. a. diesen Blog danach benannt.

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