FROSE#460 - DE BRÖÖÖMKOPP ON TOUR

Low-Budget Reisen mit dem VW-Bus, Fotografie, Transporte & einen Hauch von Vanlife

Meine früheren Aquarien

MEINE FRÜHEREN AQUARIEN

MOLLY – WELS – AFRIKANISCHE BARSCHE – DISKUS

Manchen Hobbys kannst Du einfach nicht entkommen, sie holen Dich immer wieder ein und faszinieren Dich aufs Neue. Bei mir verhält es sich so mit dem Thema Aquaristik.

Beim Aufräumen bin ich auf dieses, damals sehr winzig abgespeichertes Foto gestoßen. Es zeigt mein ehemaliges Dreiecksaquarium, welches auf der Küchenzeile seinen Platz fand.

Eines meiner Aquarien von damals

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500 Liter Sonderanfertigung, anfangs noch ziemliches Durcheinander. Später als reines Diskusaquarium genutzt. Zeitungen aus der Zeit liegen bei mir immer noch.

Manche Hobbys holen Dich immer wieder ein…

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Ich blättere ab und zu drin herum und erinnere mich an die Anfänge…

 

Wie alles begann

Es war Anfang der 2000er Jahre als ich auf die Idee kam mir ein Aquarium zuzulegen. Ich ließ mir zu Weihnachten von der Familie ein kleines 60 Liter Einsteigerset schenken und stellte es in der Küche auf.

Nahein. Falsch. Ich lies es aufstellen! Wie immer bei neuen Sachen, hatte ich Angst etwas falsch zu machen und suchte mir Hilfe bei einem Kumpel, der mehrere Aquarien hatte. Aus heutiger Sicht war es völliger Quatsch.

Nach einer Eingewöhnungszeit setzten wir die ersten Fische ein. Winzige Antennenwelse, die nach 3 Tagen wegstarben, und ein paar Blackmollys.

Ich setzte mich davor und beobachtete in etwa das Geschehen auf dem oberen Video. Ich blickte unter einen Zwischenraum, der sich unter mehreren aufgebauten Steinen und Hölzern ergab, und entdeckte etwas Winziges, lebendiges.

Was war das?

Wo kommt denn hier plötzlich ein Jungfisch her??

Gab es hier irgendwo Eier und sind jetzt, nach 2 Stunden, Junge geschlüpft???

Man sieht schon, ich hatte gar keine Ahnung. Wirklich NULL!

Ich lernte, dass es sich um Lebendgebärende Fische handelt. Begriff was es mit der Vorratsbefruchtung auf sich hat und vieles mehr. Bücher halfen natürlich!

ICH WAR ANGEFIXT!!!

 

Ich muss ja immer übertreiben!!!

Ich arbeitete zu dieser Zeit noch und verdiente recht gutes Geld. Daher kaufte ich mir zügig ein Meterbecken mit, ich meine, 120 Litern Wasserinhalt. Besetzt war es weiterhin ziemlich bunt, doch ich kam nach und nach auf den Trichter mich zu spezialisieren. Afrikanische Barsche hatten es mir angetan oder auch Diskus, doch in einem 120 Liter Becken, welches auf einem alten, hässlichen Schuhschrank stand? NEVER!

Ich suchte mir Hilfe und fand einen Aquaristikladen in meiner Nähe. Mit dem Besitzer traf ich ein Abkommen. Ich helfe im Laden, reinige Aquarien, mache etwas Bürokram und bekomme dafür nach einigen Monaten ein fettes Aquarium mit Schrank. 300 Liter Wasserinhalt dürften reichen.

GESAGT – GETAN!!!

Ich arbeitete und lernte dazu. Ich lernte richtig viel, denn ich war bei einem Profi gelandet. Schon nach einem Monat hatte ich mein großes Aquarium und jedes mal wenn ich gearbeitet hatte, nahm ich Fische, Steine, Pflanzen als Bezahlung mit nach Hause.

Ich hatte mir im Wohnzimmer neben dem 60 Liter Becken in der Küche also ein 300 Liter Barschbecken eingerichtet. Dies war okay, aber irgendwie noch nicht perfekt…

Ich beschloss das kleine Becken abzubauen. Dafür weiter zu arbeiten und neben dem 300 Liter Barschbecken auch noch ein Diskusbecken in der Küche aufzustellen.

Dafür musste ich auch mithelfen in Altenheimen die riesigen Aquarien zu säubern. Dies brachte sogar Spaß und ich lernte und lernte und lernte.

Es dauerte nicht lang, da stand eine Sonderanfertigung in meiner Küche. Das oben gezeigte 500 Liter Dreiecksbecken, welches ich anfangs noch nicht als Diskus sondern erst zum Anfang als normales Mischaquarium nutzte.

Damit aber noch nicht genug, denn jetzt ging es richtig los!!!

Ich vergrößerte nun auch das 300 Liter Becken im Wohnzimmer. Ich baute es ab und ersetzte es durch einen Stahlrahmen, der einiges an Gewicht halten kann und setzte oben drauf ein 800 Liter Becken. Industriedesign, aber geil!!!

Hier konnte ich nun richtig große Barsche reinsetzen. Wenig Bepflanzung, viele Steine!

Dazu wandelte ich das Dreiecksbecken in der Küche zu einem Diskusbecken um und….. wurde nebenbei in den Aquarienverein aufgenommen.

Schon die 2. Sitzung war eine Jahreshauptversammlung und in dieser wurde ich, zu meiner Überraschung, als Vorsitzender vorgeschlagen und gewählt. Ich habe mich überrumpeln lassen ohne zu wissen, was dies bedeutet.

Denn nun begann der „Ärger“. Ich musste nicht nur Sitzungen leiten (okay, da saßen 5 Leute, das war okay), sondern auch an Landesverbandssitzungen mit 100 Leuten teilnehmen. Dies war zu viel! Das ging gar nicht!

Da ich oft ausweichen und den Stellvertreter schicken musste, wurde ich nach 2 Jahren bei der nächsten Jahreshauptversammlung als Vorsitzender abgewählt. Ich empfand dies als Niederlage und bin aus Trotz aus dem Verein ausgestiegen. Heute weiß ich natürlich, dass dies dämlich war und die Leute ihren Grund hatten!

 

Rückbau

Inzwischen war auch der Kontakt zum Aquarienladen abgebrochen, da der Besitzer aufhörte. Da ich nicht mehr im Verein war und somit auch nicht versichert gegen Wasserschäden, dazu arbeitslos krank und die Stromkosten immer höher stiegen, gab ich sowohl das Barsch als auch das Diskusbecken auf…

Ich hatte nun Hamster und Wellensittiche, die Krach und Dreck machten. Das Thema Aquaristik ließ mich aber nicht los!

Ich holte mir ein 80 Liter Becken und stellte es im Wohnzimmer auf. Es war okay, aber irgendwie nicht der Bringer. Aber mir gelang etwas, was mir vorher nie gelang. Ich züchtete tatsächlich die ersten Antennenwelse!

Da die Kosten für Strom weiter stiegen und ich jedes Jahr 100 Euro nachzahlen musste, gab ich aber auch dieses Aquarium wieder auf und es begannen gute 10 Jahre, in denen ich kein Aquarium mehr hatte.

2010 etwa holte ich mir dann jedoch als Spontankauf ein Nanoaquarium. Es war ein Komplettset mit runder Scheibe. 40 Liter Inhalt. Kleiner Filter. Dies sollte doch bezahlbar sein?!

War es auch eine Zeit lang. Doch dann ging 1. Die Lampe kaputt und eine neue wäre 3 mal so teuer gewesen, wie das gesamte Becken. 2. kam da etwas in den Vordergrund womit ich nicht mehr gerechnet hatte. Es nennt sich VW T4 und hört auf den Namen De Brööömkopp.

Entweder 40 Euro Versicherung im Monat für den Bus oder 20 Euro für den Mitsubishi und den Rest für Strom! WAS TUN?

Natürlich das Aquarium abbauen und einen Bus kaufen, was sonst!!!!

Hier endet meine „Karriere“ als Aquarianer. Ich habe keine Haustiere mehr, dafür einen tollen Bus. Dies ist soweit in Ordnung, man kann nicht alles haben und alles ist gut.

Dennoch holt mich das Thema oft ein. Ich gehe auch gern in den Zooladen und schaue mir die Fische an. Der Virus lässt einen einfach nicht los…

Gerne hätte ich heute ein kleines Nanoaquarium, welches richtig geil eingerichtet ist, wenige Fische enthält und einfach gut aussieht.

Schauen wir mal was die Zeit bringt und Reisen so lang mit dem VW Bus…

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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