FROSE#460 - DE BRÖÖÖMKOPP ON TOUR

Low-Budget Reisen mit dem VW-Bus, Fotografie, Transporte & einen Hauch von Vanlife

Freies Stehen/Wildcampen

Moin Moin liebe Blogleser,

durch die Landschaft cruisen, Städte und Natur anschauen und dort anhalten und verweilen, wo es mir gefällt – dies ist für mich persönlich der eigentliche Sinn und Zweck meines VW Busses…

5-Punkte-Regel für meine Stellplatzsuche

Ich stehe einzig frei oder wild, denn Campingplätze sind mir zu blöd. Zu viele Leute und bezahlen um irgendwo eine Nacht zu stehen, das geht nur wirklich nicht! Außerdem benötige ich keine Versorgung/WC usw.

Wohnmobilstellplätze, so sie denn überhaupt kostenfrei sind, liegen leider meistens mitten in der Stadt. Ideal für eine Stadtbesichtigung, aber wenn möglich sind sie direkt an einer vielbefahrenen Hauptstraße und hinten herum eingeschlossen von einer Bahnlinie. Ruhe und Erholung sieht anders aus, also meide ich auch diese Plätze!

Allerdings bleibe ich nicht irgendwo stehen, sondern suche mir meine Stellplätze gezielt nach einigen Kriterien aus.

  1. Sicherheit
  2. Lautstärke
  3. Freier Blick in die Natur
  4. Ärger mit den Anwohnern ist soweit vermieden
  5. Der Bus steht relativ gerade

Die Sicherheit steht an oberster Stelle, ist aber oftmals auch eher eine Gefühlssache. So würde ich mich beispielsweise nicht auf einen Raststättenparkplatz oder in eine Haltebucht direkt an einer Straße stellen. Ebenso wenig in einem sehr abgelegenen, halb zerfallenem Gewerbegebiet in dem sicherlich viel eingebrochen wird.

Stattdessen stehe ich lieber irgendwo in einem Dorf, am Ende einer Sackgasse am Straßenrand oder auf einem dortigen ÖFFENTLICHEN Parkplatz.

Schlafplatz kurz vor Aschaffenburg

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Oder irgendwo relativ versteckt direkt in der Natur, am Rande eines Feld- oder Waldweges, allerdings nur dann, wenn ich keinem Mähdräscher oder Traktor die Durchfahrt blockieren würde.

Übernachtung kurz vor Reinstedt

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Am Dorfrand oder in der Natur ist es zudem sehr ruhig, ich störe niemanden und werde auch im Normalfall nicht gestört. Stattdessen kann ich den freien Blick aus Front und Seitenfenster genießen und es kommt nicht selten vor, dass 10 Meter vom Auto entfernt ein Reh, ein Eichhörnchen, ein Hase und natürlich auch viele Vögel herumhüpfen.

camping in der Natur. herrlich.

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Zu guter Letzt sollte der Bus relativ gerade stehen. Ich habe  zwar keinen Kühlschrank, der in Schräglage nicht funktionieren könnte, aber ich rolle ungern aus dem Bett und mag auch keine schief stehenden Kaffeetassen ^^.

Meine beliebtesten Stellplatzarten

  • Auf einem Privatgrundstück mit Erlaubnis
  • Auf einem Friedhofsparkplatz
  • Am Fussball, Sport, Tennisplatz
  • Am Ende einer Sackgasse in einem Dorf/Wohngebiet
  • Am Rande eines Feld/Waldweges
  • An einem See, Teich, Fluss oder am Meer
  • Auf einem öffentlichen Parkplatz, möglichst am Rand und nicht gerade in einem Brennpunktstadtviertel
  • Auf einem Schulparkplatz (nur in den Ferien oder am Wochenende)

Regelmäßig aufgesuchte Stammplätze

Ich lebe bekanntermaßen im Ostseebad Eckernförde. Da ich oftmals relativ wenig Geld für Diesel habe, nutze ich dennoch die Gelegenheit in der Umgebung zu campen.

So muss ich beispielsweise von daheim keine 200 Meter fahren um am Ende einer Sackgasse zu parken mit freiem Blick (im Herbst/Winter) auf die Ostsee

Übernachtet bei minus 1 Grad am Borbyer Waldrand

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Es geht aber  auch noch näher an die Ostsee heran. Keine 3 Meter nerben der Ostsee aufzuwachen, mit Blick auf den örtlichen Yachtclub – ja, das bringt schon Fun!

Camp in den Mai (4) Video – näher am Meer schlafen geht nicht!!!

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Lieber fahre ich aber wahnsinnige 5 Minuten um auf dem Grundstück meines Kumpels in Mohrberg zu parken. Es ist ein alter Bauernhof und  ich parke dort auf festem Untergrund und kann die Aussicht auf bzw. über einen Acker genießen! Außerdem habe ich hier nahezu sämtliche Freiheiten, bekomme Strom und kann grillen und ein Lagerfeuer machen. In frostfreien Monaten gibts sogar eine Außentoilette. Was will ich denn mehr???

Grillen am Mittag mit Opa in Mohrberg

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Übernachtet in Mohrberg

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Sicherlich, die Betonplatte ist erst mal grässlich, aber ich schaue ja nach vorn und dort sehe ich den Acker und die Bäume im Hintergrund.

Glaubt es mir, oder glaubt es mir nicht, aber wenn man abends auf diese leicht wellige Landschaft schaut, und das Sonnenlicht dann kurz vorm Verschwinden ist, erstrahlt die Landschaft dermaßen schön, dass ich Vergleiche zur Toskana ziehen möchte, wenn auch nur für 3 ganz ganz kurze Minuten!!! Danach ist es wieder der kalte Norden…

Apropos Norden.Fahre ich einmal quer durch Schleswig Holstein, bin ich nach nur 60 Kilometern Fahrt am Nordseedeich in der  Nähe von Husum.

Nordsee Deich (1)

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Hier stehe ich mit seeeehr weitem Blick auf Salzwiesen, Felder, Weiden und kann die Tiere, die Reetdachhäuser in der Ferne beobachten. Natürlich kann ich auch den Bus verlassen und auf dem Deich spazieren und den Sonnenuntergang fotografieren. Es ist einfach paradiesisch!!!

Da ich oftmals in Sachsen Anhalt unterwegs bin und mich dort noch sehr gut auskenne, schließlich bin ich dort aufgewachsen und war viel mit dem Fahrrad unterwegs, stehe ich häufig auch hier auf einigen Stammplätzen.

Dieser ist zum Beispiel sehr beliebt. Mitten im Dorf bzw. in der Stadt mit Blick auf meine alte Schaukel bzw. den ehemaligen Garten meiner Großeltern. Im Hintergrund befindet sich das ehemalige Wohngebäude (heute eine noch bewohnte Ruine). Auf diesem Hof bin ich aufgewachsen und ich habe auch schon mit dem Bus, damals noch in rot, auf dem Hof genächtigt.

Schaukel

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Übernachtet am Ort meiner Kindheit…

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Stellplatzsuche & Verhalten vort Ort

Bin ich auf Reisen läuft ein Tag meistens so ab: Ich frühstücke ich Bus, verlasse den Stellplatz, suche eine Tankstelle auf um der Körperpflege nachzugehen. Anschließend wird das nächste Tagesziel angesteuert, eine Stadt besichtigt und dann weiter gefahren.

Ab 14-15 Uhr etwa begebe ich mich auf Stellplatzsuche. Bisher immer unvorbereitet, doch dies ändert sich inzwischen, da ich keinen Bock darauf habe jedes Dorf 3 mal zu durchfahren um festzustellen, dass die Parkplätze schief oder laut sind oder das Übernachten verboten ist. Daher suche ich schon vorher mögliche Stellplätze per Google Maps heraus, wohlwissend das ich nicht jedes Dorf durchsuchen kann und auch nicht weiß ob ich auf langen Reisen am Tag 4 exakt in diesem Dorf landen werde!

Habe ich einen Stellplatz gefunden versuche ich, wenn ich den Fahrradträger hinten dran habe, das Fahrrad mehr oder weniger in einer Hecke oder im Gebüsch zu parken damit niemand an das Fahrrad heran kommt. Dies ist nicht immer möglich, aber sofern es geht versuche ich es, natürlich ohne die Natur oder eine private Hecke zu zerstören!

Schlafplatz vor Tübingen

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Ich muss desweiteren noch darauf achten mit dem Hochdach keine Äste zu streifen. Nicht nur um Kratzer zu vermeiden, es nervt auch, wenn bei Wind ein Ast ständig übers Dach schleift! ^^

Nach dem Einparken gibt es nicht viel zu tun. Ich muss einfach nur im Heck die Gardine herunterlassen, auf meinem Bett die Kissen zurechtlegen, den Herd anschmeißen und eine Kanne Tee  kochen und schon kann ich mich aufs Bett legen und die Aussicht genießen, so lang es hell ist.

Ich versuche dann meinen grummelnden Bauch zu entspannen, etwas zu lesen, in die Natur zu schauen, auf einer Karte den nächsten Tag zu planen und so weiter. In Zukunft kommt dann auch noch TV schauen hinzu, denn mittlerweile besitze ich einen DVD und DVBT2 Player, der mir die Langeweile bei Dunkelheit vertreiben wird.

Je nach dem wo ich parke, schaue ich mich natürlich auch in der Umgebung um. Ich unternehme ggf. kleine Spaziergänge. Auf Friedhofsparkplätzen fülle ich gratis den Wasserkanister auf (kein Trinkwasser sondern ausschließlich für Toilette und Hygiene).

Ich bin einfach, aber ausreichend ausgestattet. 10 Liter Wasserkanister, wie oben erwähnt. 40 Liter Abwasserkanister (ich muss also nicht mal die Teetasse in die Natur schütten), Gasherd. Ich kann Katzenwäsche im Bus betreiben, Duschen geht natürlich nicht, aber fürs Haarewaschen reicht es auch.

Versuchsanordnung…

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Der Herd ist natürlich kalt auf dem Foto oben! ^^

Am nächsten Morgen gibt es meistens Tee oder Kaffee zum Frühstück mit Blick nach draußen in die herrliche Natur. Ich lasse mir Zeit und starte irgendwann, wie oben beschrieben, in den Tag.

Frühstück in the bus. so muss das! fg

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Grundsätzlich versuche ich auf einem Stellplatz nicht aufzufallen. Es läuft keine laute Musik, ich stelle nichts raus (keine Stühle, Tische, Markise habe ich eh nicht) und ich sammle meinen Müll im Bus und nehme ihn mit bzw. entsorge ihn entsprechend.

Ich halte mich nur eine einzige Nacht am selben Ort auf, ausgenommen auf Privatgrundstücken nach entsprechender Absprache/Genehmigung.

Wintercamping

Ab demnächst (geschrieben wurde diese Seite am 22.1.2018 während gerade die Standheizung verbaut wurde und der Wagen deshalb nicht daheim war) werde ich dies auch zur kalten Jahreszeit durchziehen können, doch darüber berichte ich auf der nächsten Seite… https://frose460.de/wintercamping/

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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