FROSE#460 - DE BRÖÖÖMKOPP ON TOUR

Low-Budget Reisen mit dem VW-Bus, Fotografie, Transporte & einen Hauch von Vanlife

De Brööömkopp? Frose460?? Was bedeutet dies???

rubrik_editorial

Wofür steht der Name „De Brööömkopp“

Dieser wirre Name schoss mir plötzlich durch den Kopf als ich auf der Couch saß und ein regionales Nachrichtenmagazin sah in dem etwas plattdeutsch gesprochen wurde.

Ich war seit mehreren Tagen auf der Suche nach einem neuen Namen für mich und den Wagen. Ich wollte weg vom „EckTownCruiser“, dessen Bezeichnung auf meinen Wohnort zugeschnitten war.

Ich hörte also dieses plattdeutsche Gesabbel, welches ich kaum verstand und baute mir im Kopf spontan, ja man könnte fast sagen unfreiwillig, ein paar Wortfetzen zusammen und am Ende war er geboren. Der Name „De Brööömkopp“ mit 3ö!

Für mein Verständnis (d. h. Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit wären purer Zufall) bedeutet er auf platt „Der Brummschädel“ und dies passt doppelt auf uns zu, denn sowohl der Wagen (es ist ein Dieselmotor) brummt vorn und auch ich bin mit meiner Persönlichkeit eher als „Meckerkopp“ oder „Meckeronkel“ bekannt.

Also hießen wir beide ab diesem Zeitpunkt De Brööömkopp. Ich änderte nur wenige Minuten später meine Namen in sämtlichen Foren und Onlineplattformen und sorgte damit erst einmal für Verwirrung. Schnell hat man sich daran gewöhnt. Von Brööömi bis Dröhnkopp entstanden kurze Nicknames, die die anderen Forennutzer bis heute verwenden um mich und meinen Wagen zu erwähnen.

Was bedeutet Frose460?

Damit wären wir beim zweiten, etwas wirren Namen. Diesen musste ich jedoch nicht erfinden, denn er spukt seit meiner Kindheit in meinem Kopf herum!

schuhladen

Ihr seht auf diesem Foto meines Wagens ein renoviertes Gebäude in der Kleinstadt Hoym in Sachsen Anhalt. In diesem, damals zerfallenem, grauen Gebäude, spielte sich ein Teil meines Lebens ab, denn in diesem Gebäude befand sich zu DDR-Zeiten ein HO-Schuhgeschäft welches u. a. von meiner Oma Erika geführt wurde.

Noch heute bekomme ich sofort „Flashbacks“ sobald ich auch nur ein Geschäft betrete in dem es nach Lederschuhen oder Taschen riecht. Ich erinnere mich an jede einzelne Bodenfliese (später mehr zum Thema Aspergersyndrom), jede eingeritzte Kerbe im uralten Schreibtisch, jedes Loch im abgebröckeltem Mauerwerk. Woran ich mich aber am meisten erinnere sind zwei Dinge…

Jeden Dienstag bekam das  Schuhgeschäft neue Ware. Ein LKW fuhr rückwärts Richtung Eingangstürstufe. Der Fahrer öffnete die Plane, stieg auf die Ladefläche und warf die Pakete in den Laden hinein. Sie landeten auf dem glatten Fliesenboden und rutschten bis ans andere Ende! Hier entstand mein Berufswunsch: Kurierfahrer/Transporter!

Die zweite Erinnerung schießt mir in den Kopf sobald ich ein Telefon klingeln höre. Das Schuhgeschäft befand sich in Hoym. Hoym liegt unweit der Stadt Frose. Frose und die gesamte Umgebung hatten damals eine gemeinsame Vorwahl. Sobald das graue, alte, DDR-Telefon mit Wählscheibe klingelte, ging meine Oma heran und meldete sich mit…

„Frose460…???!!!“

Was sich aus der Vorwahl und der Telefonnummer 460 zusammensetzte.

In Erinnerung an meine geliebte Oma, die 1997 elendig einem Krebsleiden erlag, habe ich u. a. diesen Blog danach benannt…

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