FROSE#460 - DE BRÖÖÖMKOPP ON TOUR

Low-Budget Reisen mit dem VW-Bus, Fotografie, Transporte & einen Hauch von Vanlife

Brööömi der Möchtegern-Architekt

Moin Moin liebe Blogleser,

„Du fotografierst ja nur Häuser, wenn Du auf Tour bist!“ darf ich mir manchmal von Bekannten oder Familienmitgliedern kritisch anhören, doch genau dies ist es, was ich fotografieren möchte. Architektur!

Schon früh in der Kindheit…

…habe ich nur eines gezeichnet oder gemalt. Häuser! Einfache Linien, Dach, Fenster, Tür, in die Ecke eine Sonne, irgendwo noch ein Baum.

Fotoquelle: fotolia

Das waren meine Kinderzeichnungen, eine nach der anderen. Etwas anderes habe ich nicht gezeichnet oder gemalt, konnte ich auch nicht, denn so kreativ war und bin ich nicht was das malen von Hand betrifft.

Alles begann mit dem Hüsli…

…aus der TV-Serie „Die Schwarzwaldklinik“. In meinem Kopf spielte sich schon als Kind, in der Jugend und auch heute viel viel Kino ab. Wieso auch nicht, was man in der Realität nicht erleben kann, dann gibts halt als Kopfkino.

In meinem Fall war es eben dieses Haus, dieses Grundstück, diese Umgebung!

huesli_sommer

Hier habe ich „gewohnt“. Hier drin habe ich die „DaunenWG“ aufgebaut (Insider wissen was gemeint ist) und hier habe ich im Kopf auch die Inneneinrichtung gestaltet.

Apropos Inneneinrichtung…

…sitze ich heute in einer Arztpraxis im Wartezimmer herum oder bin ich irgendwo in einem mir fremden Gebäude, spielen sich auch viele Gedanken in meinem Kopf ab. Dies ist 1. notwendig um mich vom Wartezimmerstress abzulenken, 2. interessiert es mich.

Meine Gedanken sind jedesmal gleich: Wie könnte man hier wohnen?!

In meinem Kopf teile ich die Räume neu auf, richte die bestehenden Räume ein inkl. Platz für die Daunenklamottensammlung. Achte auf Ausblicke aus den Fenstern.

Ich selbst lebe in einem eher hässlichen Backsteinhaus aus den 60er Jahren. Typisch norddeutscher Stil. Eigentlich würde ich viel lieber wo anders wohnen. Nämlich in einem…

…Reetdachhaus!!!

In einem solchen Anwesen, aktuell in gelb gestrichen wie auf dem Vorbild (ein Hotel in Ahrenshoop auf dem Darß) leben in meinem Kopf ich und die DaunenWG!

Ich finde Reetdachhäuser einfach nur schick. Dabei mag ich eher die alten Bauten. Wie eben dieses in Ahrenshoop oder auch die zahlreichen Haubarge auf der Halbinsel Eiderstedt an der Nordsee.

Expedition Haubarge

Neu gebaute Reetdachhäuser, wie unten in SPO zu sehen (dieses geht gerade noch so ^^), oder auch renovierte DDR-Reetdachhäuser oder neu gebaute Ferienhäuser, die alle gleich aussehen, mag ich eher nicht so um es vorsichtig auszudrücken.

Es geht aber nichts über alte, egal ob klein oder große, Reetdachhäuser…

Fachwerkhäuser…

…sind bei mir auch sehr beliebt. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich im Harzvorland aufgewachsen bin und mir Städte wie Quedlinburg, Wernigerode oder Stolberg lange bekannt sind.

Kaispeicher, Silos, Wassertürme…

…sowie allgemein das etwas Andere Wohnen interessiert mich sehr. Ich liebe die moderne Hamburger Hafencity einerseits…

…andererseits aber auch die Speicherstadt! Auf dem letzten Foto, auf einem Tagestrip mit nem Kumpel, vor einigen Jahren aufgenommen, sieht man noch meinen unrenovierten, roten Bus, wenn auch nur ein Stück davon.

In einem Turm zu leben, beispielsweise hier in Bad Segeberg auf dem Foto unten, stell ich mir richtig cool vor. Ebenso mag ich umgebaute Silos…

…und dazu fällt mir natürlich nur eines ein. Das Rundsilo im Eckernförder Hafen, direkt an der Holzbrücke. Dieses Gebäude richte ich seit Jahren (wohlgemerkt nur in meinem Kopf) nach meinen Wünschen ein.

Sei es nun mit Pool und riesiger Garage im Erdgeschoss als auch mit rundläufigen, Loftartigen Etagen und freiem Blick auf die unten stehenden Fahrzeuge…

Architekturfotografie…

…ist nicht gerade die leichteste Art der Fotografie. Oftmals entsteht eine Sammlung kippender Häuser, aber keine ordentliche Fotografie. Schließlich besitze ich kein Shift-Objektiv. Allerdings gibt es ausreichend Nachbearbeitungsmöglichkeiten.

Schaut man sich die Fotos an, die es auf Flickr und Co unter dem Stichwort Architektur zu sehen gibt, stellt man fest – die Möglichkeiten sind riesig, aber dazu braucht es Equipment oder Mut.

Mut bzw. den Hang zum Selbstmord braucht man zum Beispiel dazu um auf Dächern herumzuhopsen (rooftopping). So weit geht es bei mir nicht, aber die Ergebnisse sind mehr als nur genial!

Fotoquelle: YoutubeScreenshot

Richtig gute Architekturfotos habe ich letzten Dezember in der Hansestadt Lübeck schießen können. Urteilt selbst!

Hier gehts zum gesamten Album aus Lübeck: http://broemi.bplaced.net/2017/luebeckweihnachten2017.html

Urbexfotografie aus Sachsen Anhalt…

…gibt es von mir auch zu sehen. So habe ich beispielsweise meine alte Schule von innen besichtigt. Das baufällige Haus wird von der Polizei als Übungsort genutzt um auf Überfälle und Amokläufe vorbereitet zu sein. Entsprechend sieht die Bude aus…

Hätte ich vielleicht Architekt werden sollen???

Ihr seht, ich wähle meine Schnappschüsse schon gezielt aus. Sei es nun weil mir ein Gebäude gefällt oder das Gegenteil der Fall ist, wie auf dem nachfolgenden Foto in Kiel Schilksee.

Oh man. Wenn ich dieses Haus sehe, dann habe ich tausende Ideen, wie man es aufhübschen könnte ohne die Substanz zu zerstören. Aber mich fragt ja niemand ^^.

Nein, ernsthaft. Ich habe Anfang der 2000er Jahre schon überlegt ob ich nicht anfangen sollte Architektur zu studieren. Mit abgeschlossener Ausbildung und 2,6er Durchschnitt mittlere Reife hätte dies sogar funktionieren können.

Nicht aber mit einer 4-5 im Fach Physik. Ich war damals zu einem Schnuppernachmittag in der Außenstelle der Uni Kiel in Eckernförde und habe mich mit einigen Dozenten unterhalten. Als ich in den Lehrplan geschaut habe, war mir sofort klar – das wird nichts!

Das wird sogar gar nichts!

Das ist die Hölle (Statik)!

Also fotografiere ich eben als Hobby Häuser. Ich richte sie im Kopf ein. Ich wohne gedanklich darin, auch mit der DaunenWG, und ich zeichne ab und zu auf dem PC einige Architekturskizzen.

In der Simulation „Second Life“ von Linden Lab war ich jahrelang als Architekt „Konstantin Burkhard“ unterwegs und habe dort virtuelle Häuser gebaut. Als die ganze Mashgeschichte dazu kam, habe ich dies aber sein lassen…

Dies soll es zum Thema Architektur gewesen sein. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit!

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp

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