Ein weiterer alter Reisebericht. Dieses mal ist es kein Tagesausflug sondern eine 4 tägige Tour, die man eigentlich auch in 3 Wochen hätte fahren können, aber ich bin ja eher der Japaner unter den Reisenden. Hinfahren, fotografieren, weiterfahren. Lest selbst, ich wünsche viel Vergnügen…


rubrik_reisebericht

Mittelgebirge durchfahren, Fachwerk sehen, Rennsportgeschichte erleben…

VON MARKO ANDRAE MEYER
AUGUST/SEPTEMBER 2014


Kapitel 1 – Vorbereitungen und Start zur großen Tour


Ich bin ja mittlerweile bekannt für meine akribischen Planungen. Auch für diese Tour war dies nicht anders. Ich habe mir das ganze Jahr über Gedanken gemacht was ich wo, wann, wie machen könnte und wohl auch machen werde, doch dann kam schon am Anfang alles anders, doch fangen wir vorne an…

Ich hatte zwei Termine auf dem Zettel stehen. Am 30. August 2014, ein Samstag, die Hochzeit meiner Schwester. Eine Woche später, also am 6. September 2014, die Einschulung meiner Nichte. Auf beiden Termine war Anwesenheit erwünscht. Ich bin Bruder und der Fotoonkel. Nungut, da „muss“ ich also hin…

Geplant war, dass ich am 25. oder 26. August anreise und am 12. September zum Wietzendorftreffen zurückfahre. Ich dachte mir also, ich könnte auf der Hinfahrt nicht die Autobahn fahren sondern über Lauenburg, Uelzen, Wolfsburg und dann ober Oschersleben nach Nachterstedt. Am 25. los und dann am 27. irgendwann langsam eintrudeln. Ganz gemütlich. Doch dann kam alles anders, denn es begann nach herrlichen (wenn auch für mich zu heißen) Sommertagen zu regnen ohne Ende…

Am Sonntag, 17. August, beschloss ich dann zusammen mit meinen Eltern, dass ich auch in Sachsen Anhalt im Regen herumsitzen kann und dies nicht allein an der Ostsee tun muss. Ich packte also meine Sachen, erledigte noch ein paar Termine und fuhr am Mittwoch, 20. August, nach Nachterstedt!

Am Auto hinten dran hing mein Fahrradträger. Die erste Fahrt mit Fahrrad, welches leicht zitterte. Außerdem löste sich die Flügelschraube auch ab und zu. Zudem fuhr ich eine fremde, unbekannte Strecke um Hamburg zu umgehen (Stau) und es regnete heftig. Kurz gesagt: Die Hinfahrt war eher Stress als Spaß. Gucken ob der Fahrradträger hält, Wetter, Strecke zurückfinden…

Erst hinter Braunsschweig, nach einer erneuten Kontrolle des Trägers und Trockenheit von oben trat Entspannung ein. Ich fuhr nach Nachterstedt, bezog bei meinen Eltern das Gästezimmer und brauchte nun erst einmal eine Weile um wirklich anzukommen…

 

Kapitel 2 – die Erkundungsfahrt durch den Thüringer Wald

Nach einigen Regentagen, die ich im Kreise der Familie verbrachte, wurde mir die Nähe bereits zu viel. Gott sei dank klarte das Wetter auf. 2 Tage Sonne waren angesagt. DIE MUSSTE ICH NUTZEN und brach am 27., ein Mittwoch, auf zu einer kleinen Erkundungsfahrt durch Thüringen. Wohlwissend, dass ich die Woche drauf vielleicht nach Hessen fahren könnte. Eine Tour, die ich ausgiebig geplant hatte, aber aufgrund von Wetter und Geld bis dato noch nicht zu 100% auf dem Zettel hatte!!!

Ich fuhr also los in Richtung Lutherstadt Eisleben und wollte dort eigentlich die alte Strecke, vorbei an meinem Ausbildungsort, in Richtung Freyburg, Naumburg fahren, doch die Straße war leider gesperrt in Eisleben. Also fuhr ich wieder auf die Hauptstrecke und wurde dort erst einmal angehupt. Wie sich herausstellte von einem Forenfreund :-D.

Die Reise (ohne Fahrrad übrigens) führte mich an Querfurt vorbei nach Freyburg. Leider waren auch hier einige Straßen gesperrt, so dass ich unten am Wasser nicht fotografieren konnte. Ich nutze den Aufenthalt daher nur für einen 10 Minuten Fotostop und fuhr weiter. Aufgenommen habe ich unter anderem diese 2 Fotos…

Ich fuhr weiter Richtung Naumburg, doch auch dort war gesperrt. Ich schaute auf mein Handy und erfuhr von weiteren Sperrungen in der Region. Eine Reise bis nach Jena schloss ich daher aus und bog rechts ab Richtung Thüringer Wald. Grobe Richtung Weimar.

Hier fuhr ich ohne Fotostop hindurch. Ostcharme mit einigen guten Häusern, aber auch viele viele Baustellen. Irgendwie hatte ich den Spaß an der Reise verloren, das muss ich ganz deutlich zugeben!!!

Dann fuhr ich jedoch in Richtung Rennsteig. Stützerbach, ein Ort an dem ich früher mal Urlaub machte in der Nähe (Oberhof), war mein Ziel. Ich wusste ja nicht, dass der Rennsteig sooooooooooooooo dramatisch bergig ist *ggg*.

Nee, klar, wusste ich, aber trotzdem hatte ich bzw. der Wagen ganz schön zu tun um Stützerbach zu erreichen. Im 2. Gang (Turboloch ist etwas ganz feines………) mit 3000 Umdrehungen und 40 km/h MAXIMAL die Steigung hinauf, während hinter mir ein 40 Tonner drängelt und vorbei will (!!!PEINLICH PEINLICH EY!!!), aber ich habe jeden Augenblick drauf gewartet das es PUFFFFFFFFF macht und mir der Turbo um die Ohren fliegt. Huiiiiii, datttt war ne Fahrt sag ich Euch!

Der Ortseingang von Stützerbach war dann auch noch mal lustig. Ortsschild mitten in einer Kurve an der Steigung. Bevor man es gesehen hat ist man schon an der Straße, die in den Ort hinunter führt vorbei. SUPER! Bei 12% Steigung versuchen den Wagen zu wenden ist ein lustiges Unterfangen……

Nungut, ich kam irgendwann in Stützerbach an und rollte langsam und vorsichtig hinunter in die Stadt. Hierbei gilt es Hausecken und Dächer zu beachten, sonst fährt man sich Beulen ins Dach (grusel). Ich stand irgendwann auf dem Parkplatz in der Stadt, ließ dem Motor noch 2 Minuten „um sich zu entspannen“ (Turbo schonen halt) und konnte erst einmal durchatmen und zwar Thüringer Berg/Waldluft. HERRLICH!!!!!

Ich wanderte durch Stützerbach Richtung Bahnhof und schoss ein paar Fotos. Klickt Euch durch das nachfolgende Album.

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647500438861

 

Dann setzte ich jedoch die Reise fort, denn irgendwie fand ich keine Ruhe, obwohl man hier ganz gut hätte stehen und übernachten können. Aber noch war es kurz vor 4 und reichlich Zeit.

Zeit um sich Oberhof anzuschauen. Vor allem das Panorama Hotel!

Ich fuhr also nach Oberhof. An der ersten Ausfahrt stand irgendwas von einem Industrie-Außenbezirk. Also bin ich weiter. Am nächsten Schild stand Wintersport-Einrichtungen. Hier wollte ich hinein, doch nein, es gab eine Baustelle! Abfahrt gesperrt. SUPER!!!

Jetzt noch mal 10 km zurück, den steilen Berg hinauf, den ich gerade heruntergefahren war????? OCH NÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ.

Ich habe mich für die Weiterfahrt entschieden, war jedoch etwas enttäuscht.

Ich kann auch nicht sagen, dass ich an diesem Tag wirklich Spaß hatte. Ich bin gefahren, ja, aber ich bin gefahren und nicht gereist. Ich bin einfach nur gefahren und zwar nach Eisenach. Hier suchte ich mir einen gemütlichen Platz und schlief die erste Nacht im neuen Innenausbau. Dieser bewies seine Tauglichkeit an diesem Tag. Allerdings muss an der Spüle noch nachgearbeitet werden, da sie nicht stabil ist und knackt während der Fahrt!

Die Nacht selbst war ruhig und gut. Bekanntermaßen nicht ganz selbstverständlich für mich, von daher DAUMEN HOCH!

Am nächsten Morgen wollte ich hoch zur Wartburg. Mal gucken wie weit man kommt. Nun ja, weit war es nicht, aber mir gelang es ein paar Fotos zu schießen. Irgendwann muss ich hier aber noch mal her. Ebenso nach Oberhof und Stützerbach. Es ist eben eine Erkundungsfahrt gewesen!

Erkundet habe ich, wie man sehen kann, auch die Innenstadt Eisenachs.

Anschließend bin ich gemütlich über den Harz zurück nach Nachterstedt gefahren, wo 2 Tage später die Hochzeit meiner Schwester stattfand…

 

Kapitel 3 – Über Hessen in die Pfalz

Montag, 1. September 2014 – ein lang geplanter „Traum“ wird wahr. Ich brach auf zur Hessentour, die mich bis nach Koblenz in der Pfalz und am Rhein entlang zurück in Richtung Nachterstedt führen sollte. Sollte! Es kam mal wieder anders als gedacht, allerdings aus positiver Sicht, doch beginnen wir von vorn…

Ich befestigte mein Fahrrad am Wagen, verstaute sämtliche Klamotten und Fressalien. Dann ging die Reise los und zwar auf der B6 entlang in Richtung Vienburg. Geplant war Blankenburg abzufahren, über Elbingerode nach Braunlage, dann weiter Bundesstraße bis zum ersten Ziel des Tages, Melsungen!

Ich fuhr die B6, ich fuhr durch Blankenburg, den Ostharz, hinüber in den Westharz. Mein Navi meinte mich dann jedoch auf eine Autobahn 7 zu leiten. Die A7 vor Kassel??? Da waren doch so kleine Hügelchen wenn ich mich nicht irre. Außerdem fing es natürlich zu regnen an, obwohl zwar Bewölkung aber sonst Sonne vorhergesagt war.

Ich fuhr auf die A7. Hier war dann mal wieder etwas Stress angesagt. Etwas. Ich kam gut die Berge hinauf und sooooo schlimm war der Regen ja nun auch wieder nicht. Der Fahrradträger hielt auch. Passt schon!

Was nicht passte war das Wetter bei meiner Ankunft in Melsungen. Es schüttete wie aus Eimern und die dunkle, komplett geschlossene Wolkendecke sagte mir, dass sich hier so schnell nichts daran ändern wird. Hmmmmmm. Weiterfahren? Melsungen ignorieren? Was mache ich mit dem Fahrrad? Ich habe keine Möglichkeit es am Träger zu sichern (gemeint ist eine Diebstahlsicherung in diesem Fall).

Ich entschied weiter zu fahren und Melsungen zu ignorieren. Gleichzeitig sagte ich mir aber: DU HAST EINE WOCHE ZEIT. MACH LAAAAAANGSAAAAAAM!!!

Ich fuhr über die bergigen Landstraßen der Region nach Homburg Efze. Hier erwartete mich ein Fachwerkparadies. Der Markplatz ist einfach nur grandios.

Klickt Euch durch das nachfolgende Album:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647488199255

Ich parkte übrigens vor einer Polizeistreife, die gerade Pause machte. Da ich nur wenige Meter vom Wagen entfernt war, der Himmel hier 10 Minuten aufriss, ließ ich den Wagen samt Fahrrad einfach stehen und ging dann schnell zum schauen und fotografieren auf den Marktplatz. Als ich zurück kam war am Wagen alles i. O. und ich fuhr weiter nach Alsfeld…

Alsfeld hat nicht nur dieses tolle Rathaus zu bieten, sondern auch noch einen geilen Buchladen direkt daneben und der Rest des Marktplatzes und der ganzen Altstadt kann sich auch sehen lassen. Für Fachwerkinteressierte ein echter Hingucker!!!!s

Auch hier gibts ein Fotoalbum:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647594969595
Alles andere als ein Hingucker war Marburg für mich. Schlechte Straße, dreckige Bauten, Müll auf den Straßen…  nun ja. Sieht aus wie in Kiel, aber ich habe ja auch noch nicht die Altstadt gesehen und die soll ja der absolute Knaller sein!!!

An diesem Montag Abend wollte ich dies aber auch nicht mehr. Ich hatte für heute genug gesehen und musste erst einmal die Eindrücke verarbeiten.

Ich suchte mir also einen Stellplatz für die Nacht und fuhr dazu in einen abgelegen Stadtteil ähnlich wie neulich in Eisenach dachte ich dort Ruhe zu finden. Als erstes musste ich mich jedoch einen Berg hinauf kämpfen. IM ERSTEN GANG!!!!!!!

Oooooh Mannnnn ey. 1. Gang, 2300 Umdrehungen (höher wollte ich nicht und in den 2. schalten ging nicht, weil einfach zu steil). Gefühlte 2 km den Berg hinauf. In Wahrheit waren es sicher nur ein paar hundert Meter. Hoffentlich hält der Turbo…….

Ich kam oben an und rollte durch enge Straßen im Wohngebiet. Parkplätze gibts hier einige, aber am Straßenrand will ich nun nicht unbedingt stehen. Ich fuhr weiter, es ging weiter bergauf, und dann fand ich eine Haltemöglichkeit. Ich sah das Schild Hallenbad und eine Abzweigung. Ich fuhr hinein und sah einen Parkplatz mit Blick über den Marburger Stadtteil, den ich gerade erklommen hatte.

Ich stand auf dem Parkplatz der Waldschule Marburg Wehrda. Es war Ferienzeit und hier standen 1 Wohnmobil, 2 Trucks, T4 Camper mit Ferienausrüstung, die aber gefahren sind als ich kam. Sah nach einem beliebten Stellplatz aus. HIER BLEIBE ICH!!!!!!

Ich stieg aus dem Wagen aus um die Lage zu sondieren. Der Diesel lief noch. Plötzlich ein Jaulen im Motorenbereich. AUUU, WATT DATT????   Aaaaah, nur der Lüfter. Guuut!!!! Schreck lass nach!!!

Ich stellte den Motor ab und machte es mir im Wagen bequem. Ich aß etwas und schaute auf die Stadt hinunter. Ich griff zur Straßenkarte während mein Handyakku geladen wurde und nebenbei immer wieder Whatsappnachrichten eintrafen…

Beim Blick auf die Karte sah ich mein Tagesziel für Dienstag. Koblenz. Dabei stellte ich relativ erstaunt fest, dass sich hinter Koblenz direkt die Eifel anschließt. Jaaaaaa, kann man wissen, klaro! Ganz doof bin ich ja nun auch nicht, aber ich hatte bisher eigentlich Koblenz als Grenze gezogen für diese Fahrt.

Koblenz, den Rhein hinunter (also wenn man auf die Karte blickt) und dann wieder zurück nach Hessen. Doch wieso eigentlich???? Ich lag vom Sprit her super. Somit auch vom Geld. Von Koblenz nach Bad Münstereifel sind es knapp 100 km, wenn man im Bogen fährt. Außerdem steht dort auf der Karte solch ein komischer roter Eintrag namens NÜRBURGRING!!!

Mein Interesse war geweckt. Ich lag zeitlich gut, ich hatte Sprit und mir ging es körperlich auch relativ gut. Ich entschloss am Dienstag oder wohl eher am Mittwoch bis in die Eifel zu fahren, wollte jedoch erst mal abwarten wie weit ich am nächsten Tag überhaupt komme und was meine Gesundheit dann so sagt. Mit diesen Gedanken trat ich die Nachtruhe an. Eine Nachtruhe, die eher keine war, denn keine 100 Meter vom Parkplatz entfernt führt eine Straße lang. Die ist am Tage relativ wenig belebt. Alle paar Minuten mal nen Auto. Daher war mir das am Tage auch egal, denn Nachts würde sich das sicher beruhigen…

DENKSTE. Die Busse fuhren rund um die Uhr. Habt Ihr schon mal einen Bus nen Berg hochfahren hören??? Ich geh mal davon aus, dass die Steigung sicherlich 12, 14, vielleicht noch mehr Prozent dort betrifft. Ein Auto oder gar ein Bus muss ich hier reichlich anstrengen um dort hinauf zu kommen. Entsprechend lautstark sind auch die Geräusche, die solch ein Linienbus hinterlässt…

Ich erwachte am Dienstag Morgen nach einer unruhigen Nacht. Dennoch war ich soweit fit, frühstückte, packte mein Nachtlager zusammen und brach auf. Achso… watt sacht Onkel Jörch immer??? Ölstand kontrollieren nach einer Fahrt wie gestern!  Dann mach ich das doch glatt noch bevor ich den Motor starte :-D.

Dann ging es aber hinunter zur Tankstelle. Nachdem ich dort fertig war wollte ich eigentlich die Stadt besichtigen. Den Dom zu finden ist nicht weiter schwer. Ein Foto ohne Autos zu schießen jedoch schon. Dafür war der Himmel aber freundlicher als gestern und es schien ein guter Tag zu werden…

In Marburg hatte ich jedoch keinen Spaß. Ich suchte das Schloss und merkte schnell. Da kommst Du mit dem Wagen nicht hoch. Zu enge Gassen. (Nein, dies meinte ich nicht mit hässliche Drecksstraßen. Das war idyllisch, aber eng. Eben nicht zu ändern)!  Ich verfuhr mich noch kurz und landete am anderen Ende von Marburgs Oberstadt. Hier führte eine Straße hinaus. An einem Wanderrastplatz mit Bank und Papierkorb und herrlichem Blick wendete ich.   MIST dachte ich. Hier hätteste Du gestern herfahren und schlafen sollen. Hier ist Ruuuuuuhe!!!!!

Nungut. Ich fuhr hinunter in die Stadt zurück und fand keinen Parkplatz. Außerdem stand ich vor Ampeln, die 7 Minuten, in Worten, SIEBEN MINUTEN!!!!!!!!!!!!!, rot waren. Watt soll datt dann sein bitte schön?! Wohlgemerkt ohne Bahnübergang oder dergleichen. Hilflose Blicke in den Fahrzeugen, aber keiner fuhr über rot. Man ist halt ein braver, deutscher Autofahrer *ggg*.

Wie dem auch sei. Ich hatte genug von Marburg nachdem ich auch noch durch ein fieses Schlagloch gerumpelt war und dachte mir hauts den Fahrradträger hinten runter. Ich checkte die Befestigung eben schnell und fuhr raus aus Marburg um kurze Zeit später in Weilburg einzuparken und zwar wieder auf einem Berg.

Meine Fresse ist das hier steil ey. Der Wagen stand in einem Winkel… das war schon nicht mehr feierlich. Aber unten war nun mal der beste Platz zum fotografieren. Natürlich meine ich das Schloss Weilburg, welches über der Lahn tront. Ich ging unten auf dem Weg entlang und fotografierte was das Zeug hält. Leider kommt das Wasser nicht gut zur Geltung, aber das Schloss passt schon soweit!

Fotoalbum aus Weilburg:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647109425878

Okay. Nicht lang schnacken. Zurück zum Auto (den Berg rauf natürlich, denn wo man runter läuft muss man später auch wieder hoch). Keuchend kam ich am Bus an. Fahrrad war auch noch da. Alles super. Weiter ging die Reise nach Limburg, Käse kaufen, ääääähm nee, Altstadt und Dom besichtigen.

In Limburg muss man aber erst mal einen Parkplatz finden und das Fahrrad kam man hier auch nicht gebrauchen. Watt mach ich denn, watt mach ich denn? Ich fand einen Parkplatz, zog einen 30 Minuten Zettel und ging zu Fuß los. Natürlich in Richtung Dom und BERGAUF…

Bah. Nassgeschwitzt kam ich oben an und fotografierte Dom und die berüchtigen Nebengebäude. Von der Architektur her ein wunderschöner Ort. Wenn ich nicht so in Hektik gewesen wäre wegen dem Parkschein und dem ungesicherten Fahrrad am Auto (spätestens hier bereute ich die Mitnahme des Fahrrads), dann hätte ich hier auf der Domplatte und auch in der Altstadt noch viel viel mehr Zeit verbracht. Bedeutet ganz klar: HIER MUSS ICH IRGENDWANN NOCH EINMAL HIN!!!!!  Schaut selbst!

Fotoalbum aus Limburg:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647764868131
Ich programmierte ins Navi LINZ AM RHEIN ein um Koblenz zu umgehen und den Rhein dort zu überqueren. Anschließend wollte ich in Richtung Bad Münstereifel fahren. Ein Ort, den ich immer mal besuchen wollte.

Während der Fahrt habe ich mich dann mit der Tussi im Navi herumgestritten. Schließlich landete ich doch in Koblenz und zwar auf Höhe der Festung Ehrenbreitstein.

Huuuuuh. Als ich durch diese Schrittgeschwindigkeitszone rollte wurde mir ganz warm ums Herz irgendwie. Ich spürte, ähnlich wie vorhin in Limburg, dass dies hier ein ganz besonderer Ort ist und das es toll ist hier zu sein und dies sehen zu dürfen.

Ich warf einen lockeren (zu lockeren) Blick auf die Preistafel und entschied auf den Parkplatz zu fahren. 1 Euro Tagespreis inklusive Festung anschauen. KLARO! Wieso davor parken und mit dem Rad reinfahren. Drinnen hast es im Blick und bist dennoch überall dort, wo Du hin willst. Also fuhr ich auf den Parkplatz, stieg aus und wanderte los zum Aussichtspunkt an der Seilbahn.

Hier gab es dann wirklich einen WOOOOW-EFFEKT!!!!  Was für ein Ausblick, wenn auch etwas Dunst in der Luft. Klickt Euch durch das Album!

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647488577705

Ich genoss die Aussicht, fotografierte und fotografierte und lief zum Eingang der Festung mit der Absicht hier reinzulaufen. Ich hatte ja nen Ticket *ggg*.

Jau Herr Meyer… Man sollte auch lesen können. Hilft manchmal.  Den ermäßigten Preis für den Parkplatz von 1 Euro gibt es nur, wenn man sich das Ticket für die Festung kauft. Ansonsten kostet der Parkplatz 3 Euronen MINDESTENS.

Okay Okay Okay…  3 Euro bezahlt und das Gelände verlassen. Im Gedanken gehabt, man hätte doch außen parken können, aber nun gut. Iss so. Hier iss schön, man hat was gesehen, ich bin im Urlaub. ALLES IST GUT!!!  Fahr und hör auf an solche Sachen zu denken!!!!

Ich programmierte Bad Münstereifel ins Navi ein und wurde über die Autobahn Richtung Bonn geleitet. Wollte ich eigentlich nicht, aber nun gut. Vorher fuhr ich noch über eine Rheinbrücke in Koblenz. Koblenz selbst bin ich nur durchgefahren, weil ich davon ausging am nächsten Tag hier ja noch einmal lang zu kommen…

Ich fuhr von der Bahn ab und landete in der Eifel. Hügelige Landschaft. Viele viele Wälder. Der nächste WOW-EFFEKT!!!!

Im Gedanken: Ich fahre jetzt nach Bad Münstereifel. Eine Stadt, die ich schon immer mal besuchen wollte, wie ich vorhin schon erwähnte! HIER UND JETZT HATTE ICH RICHTIG SPAß!!!!!!

Von der Lauferei des Tages geschwächt stand für mich jedoch fest – ankommen, Schlafplatz suchen in einem „Außenbezirk“ (ich habe jetzt so eine „Masche“ gefunden nach der ich meine Stellplätze aussuche und die passt ganz gut, denke ich. Wenn man Marburg mal ausnimmt!

Ich kam in Bad Münstereifel an!

WOW, ICH BIN JETZT IN BAD MÜNSTEREIFEL ging mir durch den Kopf. Hier irgendwo lebt…  nein nein, nicht Heino, der interessiert mich recht wenig. Nein. Ich meine eine ganz andere „Persönlichkeit“…

Wenn man wüsste wo, könnte man „DATT EVCHEN“ auf nen Kaffee besuchen!

„Datt Evchen“ ist natürlich Eve Scheer. Rennfahrerin, Moderatorin, Schauspielerin, Freundin von Frank Stippler (Audi!!! *ggg*) und seeeehr sexy ^^.

NEIN, ich habe nicht nach ihrem Wohnort gesucht. Aber nach einem Schlafplatz für die Nacht. Ich fuhr…… in die „Oberstadt“ hinauf. Ich durchquerte die dortige Wohnsiedlung und hoffte auf einen Parkplatz. Den fand ich auch gegenüber einer verlassenen Seniorenresidenz, die ziemlich baufällig war.

Eigentlich ein guter Ort. Leicht außerhalb, aber mit Zivilisation ums Eck. Hier KÖNNTE man bleiben. Leider war der Parkplatz abschüssig. Nicht arg stark, aber doch so, dass ich hier nicht bequem stehen kann. Neeeeee, so geht das nicht!

Ich startete noch einmal und fuhr ums Eck. 2 Straßen weiter fand ich einen Wanderparkplatz an einer Waldlichtung. Um die Stadt zu sehen musste man 20 Meter laufen und ums Eck gehen. Paar Meter entfernt die ersten Häuser. Gegenüber vom Parkplatz ein Reiterhof. Abseits, aber dennoch in der Nähe der Zivilisation. Relativ matschig vom Regen der letzten Tage, aber brauchbar. PASST!!!

Gar nicht so passend war das Internet an diesem Ort. Eifel halt. Ich hatte es irgendwie erwartet. Ich machte es mir im Wagen bequem und mir ging das erlebte durch den Kopf. Ich aß etwas, blätterte ein Prospekt „St. Goar und das mittlere Rheintal“ durch und machte mir Gedanken wie der nächste Tag wohl werden würde. Für einen ganz ganz kurzen Moment überlegte ich noch etwas weiter zu fahren. Bis Trier??? Nääää oder? Wie weit soll das gehen? Morgen ist man in Trier. Dann will man nach Luxemburg. Dann bis nach Brügge? NEEEE, HÖR AUF!!!!! Ich muss Freitag spätestens in Nachterstedt sein und auch mal so langsam an die Rückfahrt denken!

Ich schlief hier an diesem sehr ruhigen Ort. Am Abend gab es noch etwas Fluglärm, aber der legte sich. Noch wusste ich nicht, dass ich morgen früh eine kleine, fiese Überraschung erleben werde…

 

Kapitel 4 – Der „Schock“ von Bad Münstereifel

Neuer Text, eingefügt 7.7. 2018: Dieser Abschnitt ist bereits im Blog vorhanden und dem Namen „Der Schock von Bad Münstereifel“. Er  gehört aber zu dieser  Tour und bleibt deshalb in diesem Beitrag!

Mittwoch Morgen. Ich wache auf in Bad Münstereifel nach einer sehr guten Nacht. Ich war erholt und bereit die Stadt zu erkunden. Noch lag jedoch Nebel über der Landschaft und ich ließ es ganz ganz ruhig angehen.

Der Nebel verzog sich und ich brach in die Stadt auf. Tankstelle, Supermarkt für ein paar Einkäufe und dann Parkplatzsuche. Ich stellte den Wagen ab, zog eine Karte für 1 Stunde, baute das Fahrrad ab, da ich vor hatte hier eben etwas länger als 30 Minuten zu bleiben. Schon nach wenigen Metern das erste Fotoobjekt, ein Stadttor.

Ich griff zur Kamera, öffnete die Tasche und sah den Powerschalter auf ON und die Kamera aus. Ich schaltete mehrfach hin und her. Nix.

Akku leer…      VERDAMMTE SCH…!!!!!!!

Nungut. Keine Panik. Ruhig bleiben. Pannen passieren. Beinbruch ist schlimmer!  Ich schaute mich um. Ich sah eine evangelische Kirche deren Tür geöffnet war. Ein Bau, der vorn modern, hinten alt war.

Ich stellte das Fahrrad ab und ging hinein. Ich traf auf zwei Frauen. Ich schilderte ihnen meine Lage und bat um Hilfe den Akku hier laden zu können 1-2 Stunden. Ich würde auch etwas in den Klingelbeutel werfen.

Gesagt – getan. Der Akku wurde angestöpselt und ich sollte in 1 Stunde wiederkommen.

Dann machte ich mich also mit dem Rad auf Entdeckungstour. Fotos schoss ich alle samt mit dem Handy. Die Qualität ist entsprechend!!!!!  Was ich in Bad Münstereifel jedoch sah war zum Großteil einfach nur toll. WAS FÜR EIN STÄDTCHEN. Idylle pur, wenn auch der ganze Outletkram etwas „stört“.

Fotoalbum (Handyfotos!):

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647522386585
Einmal muss man dies alles gesehen haben. Wohnen möchte ich dort nicht, aber ich kann jetzt sagen: ICH WAR MAL DORT und habe tolle Häuser gesehen. Tolles Wasser. Tolle Landschaft! PASST!!!!  Genau für solche Momente habe ich den Bus gekauft. Genau für solche!!!

Am Ende der Tour durch diese schöne Stadt holte ich meinen Akku ab und fuhr zum Wagen. Fahrrad verpacken und sichern und ab in Richtung Nürburgring. DAS NÄCHSTE HIGHLIGHT!!!!!!!!!!

 

Kapitel 5 – Das Nürburgring-Special

Ich programmierte also das Navi und fuhr in Richtung Ring. Das Navi hatte kein GPS. Aber schon im nächsten Ort gab es Schilder – ALLES WAR GUT.

Ich durchfuhr die Eifel. WAS FÜR EINE GEILE LANDSCHAFT!!!!! Aber leider mit sehr wenigen Haltemöglichkeiten. Man kommt ums Eck, sieht eine traumhafte Landschaft (Pferdekoppel mit Tieren, Hintergrund Wasser und Berge mit Waldflächen), kann aber nirgends halten. Nicht mal am Straßenrand. Nichts. Null. Nada. Oft heißt es einfach nur sehen und weiterfahren! Leider!

Am Ring wurde es dann komisch. Ich spürte, dass es ein ganz besonderer Ort ist. Hier sein zu dürfen hatte was, denn ich als Motorsportfan, mag die alten Strecken mit Tradition UND das Moderne. Am Ring findet man beides. Interessante Architektur und viel Tradition!

Ein Blick auf die Schnuppertribüne musste sein. Dieses Ticket habe ich mir gegönnt!

Klickt Euch durch das gesamte Nürburgringalbum:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157649134070861
Den Eintritt ins Musem dann jedoch nicht. Es wäre sicher beeindruckend gewesen all die Fahrzeuge drinnen zu sehen, aber mir genügte in diesem Augenblick der Rest. Das waren eh schon viel zu viele Eindrücke für mich, die ich erst mal auf die Reihe kriegen musste!

Im Paddock Shop fand ich dann diesen BMW F1 Wagen (Anmerkung 7.7.2018: Foto oben im Album, damals im Originalbeitrag waren es alles  Einzelfotos!) und stellte fest, das die Wagen doch winzige Spielzeuge sind. War mir so extrem nicht bewusst.

Im Shop fand ich dann noch eine Ayrton Senna Collection mit einer interessanten Daunenjacke. Ein kurzer Blick aufs Preisschild zeigte 140 Euronen und sagte mir…. äääääähm ja, nee, schön und echte Daune und geiler Stoff, aber neeee!    Das Bugatti Modell für 369 Euronen habe ich dann auch stehen gelassen *ggg*.

Alles in Allem war es aber ein ganz besonderer Moment für mich. Diesen Ort zu spüren. Im Dorf Nürburg auch mal den einen oder anderen Promirennfahrer als Beifahrer (Instructor) im Fahrsicherheitstraining zu sehen. Ja, das hatte wirklich etwas!

Jetzt ging es aber weiter durch die Eifel in Richtung Mosel und Rhein…

 

Kapitel 6 – An der Mosel und am Rhein entlang

Cochem steuerte ich ohne Navi an. Ich fuhr durch die Eifel (wunderschöne Landschaft, muss das noch einmal sagen) und merkte, dass es windiger wurde. Auch der Himmel zog so langsam zu und als ich die Abfahrt nach Cochem geschafft hatte war alles grau.

In Cochem fand ich dann auch noch KEINERLEI Parkplätze, so dass ich hier leider einfach nur durchrollen MUSSTE, was mich ziemlich stinkig machte. Außerdem fing GENAU HIER mein Lenkrad an zu knarzen. Ist nur Plastik, aber nervt gewaltig!!!!!!

Okay, zurück zum Thema. Ich fuhr an der Mosel entlang. Schön gemütlich mit 70-90, je nach dem ob ein Wagen hinter mir war oder nicht. Trotz Wetter war es sehr sehr idyllisch. Die Mosel hat was UND JA, HIER MUSS ICH NOCH EINMAL HIN!!!

Moselfotos in einem Album:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647766104131
Die typische Moselarchitektur hat auch etwas. Nachdem ich die Moselseite gewechselt hatte habe ich mich noch fast geärgert. Es ist zwar ein super Blick gewesen von der anderen Seite, aber durch diesen lustigen „Tunnel“ mal durchfahren (Foto im Album) wäre sicherlich auch interessant gewesen.

EINE FRAGE HAB ICH DA NOCH:  Wo verdammt noch mal ist die Burg Eltz????  Ich habe von „drüben“ immer rüber geschaut in Erwartung einer herrlichen Burg im Hintergrund. Entweder hab ich nicht aufgepasst oder sie liegt im Hinterland. ODER???

Anmerkung 7.7.2018: Oh man ey, wenn man seine eigenen alten Texte noch einmal durchliest, fällt man teilweise vom Stuhl wie dämlich man noch vor wenigen Jahren gewesen ist…

Wie dem auch sei. Ich landete in Koblenz und wollte hier ja eigentlich zum deutschen Eck fahren. Da ich die Mosel aber eh noch einmal anschauen muss, dachte ich HIER FÄHRST DU ERST MAL WEITER. Ich lag zeitlich so gut, dass ich dachte heute noch relativ weit in Richtung Fulda fahren werde.

Okay. Ich fuhr nun durch das mittlere Rheintal. Das Wetter war blöd und so richtig grandios empfand ich den Rhein nun nicht. Muss ich ganz ehrlich sagen. Mosel oder Rhein würde ich ganz klar MOSEL sagen, wobei es am Rhein natürlich mehr Haltemöglichkeiten gibt. Aber dieser Lärm. Dieselmotoren der Schiffe, die Bahn, die Autos. NÄÄÄÄÄÄÄ!!!

Rheinfotos in einem Album:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647361627907
Aber, ich war im mittleren Rheintal und habe zum Beispiel den Loreleyfelsen gesehen. Außerdem Kaub. PASST!!!

 

Kapitel 7 – Büdingen

Eigentlich wollte ich in Bingen ÜBER den Rhein fahren und dann oberhalb von Mainz und Frankfurt grob in Richtung Fulda fahren. Das Ziel war Büdingen, eine Stadt, die sehr schön sein sollte laut Fernsehsendung „Hessens schönste Städte“. Nun gut. Büdingen ist schön, aber ich bin eine andere Strecke gefahren und kam so in den „Genuss“ den täglichen Stau auf der A3 (Frankfurt Kreuz) beizuwohnen. Nunja. Muss man erlebt haben, aber auch nur aufgrund der geilen Architektur am Frankfurter Flughafen!!!

Ich fand den Weg über den Rhein nicht. Ich hatte in Bingen das Schild Altstadt ignoriert, da ich ja nicht ins Zentrum wollte sondern raus aus der Stadt. Da gab es dann aber nur einen Weg und keine Abzweige mehr. Also programmierte ich mein Navi und das führte mich dann auf die Autobahn. Vorbei an Mainz und Frankfurt. Grobe Richtung Fulda, runter von der Bahn und noch wenige km bis Büdingen.

In Büdingen angekommen war ich dann auf der Suche nach einer „Oberstadt“ *ggg* bzw. einem ruhigen Stadtteil mit kleinem Parkplatz am Stadtrand. Ich bin ein bissel herumgefahren und schließlich „hinten rum“ an der Altstadt vorbei und hindurch. Parken wollte ich dort aber nicht.

Um die Suche abzukürzen und nicht noch mehr Diesel dafür zu verbrennen fuhr ich einfach raus, raus, raus. Ein Dorf, das nächste Dorf, das übernächste Dorf. Im Dorf namens „Wolf“ fand ich dann den Friedhofsweg. Den bin ich entlang gerollt aus dem Dorf hinaus. Auf dem Parkplatz zwischen Maisfeld und Friedhof habe ich ein ruhiges Plätzen gefunden für die Nacht.

Es war eine gemütliche Nacht. Die Gesundheit hielt auch jetzt noch durch!!!  Dennoch dachte ich so langsam an das Ende der Reise. Ich plante den nächsten Tag durch. Büdingen anschauen, Fulda anschauen, Meseburgradweg fahren. Anschließend Richtung Nachterstedt und vielleicht noch mal in Eisenach schlafen und mit Rad auf die Wartburg hoch?!?!?!?

Donnerstag Morgen. Es war eine ruhige Nacht. Alles tip top. Nach dem Frühstück ging es los zur Tankstelle und dann zur Parkplatzsuche. Ich fand einen kostenlosen sogar. Fahrrad mitnehmen war jedoch blöd, da ich über Treppen und enge Gelände und Holzfußgängerbrücken musste. Also Fahrrad zurücklassen…  uuuuaaaaah. Nun gut!!!

Fotos aus Büdingen:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647523100625

Es war wohl der letzte Reisetag. Das spürte ich schon, denn richtige Ruhe und Lust hatte ich nicht mehr obwohl ich ja noch 1 Tag Luft hatte. Ich ging hinüber an den Rand der Altstadt Büdingens und schoss die folgenden Fotos. Dann ging ich zurück zum Wagen und fuhr nach Fulda ohne Büdingen wirklich gesehen zu haben, aber das Fahrrad allein zurücklassen, wo ich doch gelesen hatte, dass die Kriminalität hier sehr hoch sein soll, wollte ich nicht.

 

Kapitel 8 – Fulda und zurück nach Nachterstedt

In Fulda angekommen versuchte ich in keine der 9128371298739821739 Radarfallen zu tappen, was mir auch gelang ^^. Das Wetter war zu dieser Zeit grausig düster. Die Fotos sind entsprechend schlecht geworden.

Ich habe auch schon gewusst, dass Teile des Radweges gesperrt sind. Meseburgradweg ohne Fledermaustunnel???? Deswegen war ich doch hier. Das wäre das Highlight gewesen dort hindurchzufahren. Will damit sagen, in diesem Augenblick stand fest – gleich fahre ich gen Nachterstedt und beende diese Reise. Ich zog einen Parkschein und fotografierte den Dom. Ich hielt mich einige Minuten hier auf bis es regnete. Dann fuhr ich los zu meinen Eltern…

Fotos aus Fulda:

https://www.flickr.com/photos/ecktown_snapshots/sets/72157647786137015


Dies war doch mal eine Tour. Ich bin sie gerade im Geiste noch einmal gefahren und kann mich natürlich an alles erinnern, auch an die Gefühle während der Fahrt. Immerhin war es eine Tour, auf der ich keine gesundheitlichen Probleme hatte und hier und da Spaß und Freude empfunden hatte.

Natürlich bin ich viel viel viel zu schnell gefahren und habe im Prinzip alles Wichtige links liegen gelassen, aber es steht auch heute noch fest – irgendwann muss ich dort noch einmal hin. Marburg hat jetzt leider eine  Umweltzone, aber Melsungen ist Pflicht (Fachwerk) ebenso wie Koblenz, doch Moment mal… in Koblenz war ich dann ja doch noch „neulich“ *gggg*..

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp