Vom Rheinfall in den Schwarzwald

aus der Reihe „Momente (m)einer Reise(n)“

geschrieben von Marko Andrae Meyer

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Moin Moin liebe Blogleser,

als ich am letzten Tag am Bodensee in Moss aufgewacht bin, schaute ich aus dem Busfenster hinaus und erblickte vor meinem Parkplatz ein Blumen und Kürbisfeld. Auf dem Feld stand eine Mitarbeiterin der Gärtnerei und pflückte gerade Blümchen. Ich zückte die Kamera und schoss, direkt aus dem Fensterspalt der Schiebetür, einen kurzen Schnappschuss.

Kürbis und  Blumenfrau am Morgen

Mir ging es an diesem Morgen recht gut. Ich war etwas nervös, wohlwissend heute in die Schweiz zu fahren.

Ein paar Freunde machten mich vorher nervös. Heißt es doch, die Schweizer Polizei ist hart und findet immer etwas teures. Außerdem sollte man sich an die Geschwindigkeit strikt halten und der Zoll hat an den Grenzen auch noch etwas zu sagen…

Nun gut, nach der Tour weiß ich, es ist alles nicht so tragisch, aber vorher war ich schon etwas aufgeregt und habe mich dabei auch gefreut einige Highlights zu sehen.

 

Der Rheinfall

Ich fuhr also ab Moos in Richtung Schaffhausen. In der Schweiz angekommen, an der Grenze gab es keine Kontrollen, hielt ich mich nicht nur an die Geschwindigkeit sondern mied auch jegliche grüne Richtungsschilder (Maut!!!). Ich folgte den blauen und erreichte schließlich den Ort Schaffhausen.

Puh. Schaffhausen soll so schön sein, aber das was ich gesehen habe waren Betonblöcke, Betonwände, zig Bahngleise und Oberleitungen und Straßen, die durch noch mehr Beton abgegrenzt waren.

Schaffhausen war für mich die reinste Betonwüste. Einfach nur  grauenhaft!!!

Da ich einfach nur zum Rheinfall wollte, ignorierte ich die Stadt (ich habe daher die schöne Altstadt nicht gesehen. Aus heutiger Sicht ein klarer Minuspunkt!!!) und konzentrierte mich auf die Rheinfallschilder.

Ich fuhr unter einer Eisenbahnbrücke hindurch, vorbei an 3 Privatparkplätzen, die man hier sehen kann: https://goo.gl/maps/6osrrEXnpqQ2

Unten angekommen bemerkte ich schnell. Ich kann hier entweder auf dem teuren Parkplatz fahren oder sonst nirgends stehen. Also drehte ich um und wollte abseits parken und mit dem Rad zurückfahren.

Als ich dann jedoch den Rheinfall erblickte und feststellte, dass man von diesen 3 Privatparkplätzen beste Sicht hatte, entschied ich mich dort zu parken, die 20 Meter vom Wagen weg zu gehen und zu gucken und fotografieren…

Rheinfall in Schaffhausen

 

Ich ließ es mir nicht nehmen auch noch ein ganz kurzes Video zu drehen bevor ich wieder zurück zum Wagen ging. Eigentlich hätte ich hier noch viel länger stehen können, aber ich wollte keinen Ärger riskieren, stand ich doch auf abgesperrten Parkplätzen!

Rheinfall in Schaffhausen

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Laufenburg und der magische Baum auf der Brücke…

…ist einer dieser Highlights auf dieser Reise, die ich unbedingt besuchen wollte. In jeder Doku über den Rhein, über Süddeutschland und und und sehe ich diesen kleinen Ort. Ein Dorf, geteilt durch den Rhein. Links die Schweiz, rechts Deutschland. Auf der Brücke steht ein Baum, darunter  befindet sich eine Bank.

Taddddddddaaaaaaaaaaaaaaa……….

Laufenburg unterm baum auf der Brücke

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Laufenburg, die Friese sitzt, na ja, nicht wirklich *ggg*.

Laufenburg 2

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Selbstverständlich gibt es aus Laufenburg auch Kamerafotos! Ich hab viel geknipst und  die Ergebnisse können sich sehen lassen. Irgendwie ein magischer Ort, auch wenn einige Häuser dreckig sind und es einfach nur ein winziges Dorf ist. Ich konnte sogar vor dem Eingangstor zur Altstadt kostenfrei parken, eine Seltenheit denn die Parkgebühren haben sich ganz schön summiert auf der  gesamten Reise.

Hier gibts alle Fotos aus Laufenburg:

Laufenburg am Rhein

 

Vitra Design Campus in Weil am Rhein

Bad Säckingen musste  ich leider auslassen, da es aus Eimern schüttete. In Weil am Rhein ließ ich mich aber nicht davon abhalten vor dem Design Campus zu parken und das Gebäude von außen zu besichtigen und das Museum im Inneren zu besuchen.

Ich ließ mir Zeit und hielt mich fast eine Stunde dort auf! Für mich ist das schon viel!!!

Hier gibts die gesamten Fotos vom Vitra Design Campus:

Vitra Design Campus in Weil am Rhein

 

Die Fahrt ging im Regen weiter. Ich fand einen Schlafplatz im Ort Staufen und fotografierte auf der Fahrt dortin aus der Ferne noch schnell die Burg.

Staufen, Breisgau

 

Der Schwarzwald / Das Hüsli / Die Schwarzwaldklinik

Der Schlafplatz war ruhig, aber recht herbstlich. Ständig fielen Blätter vom Baum hinab. Am Morgen war der Bus mit Herbstlaub bedeckt.

Schlafplatz in Staufen war recht herbstlich

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Heute sollte es anstrengend werden für Mensch und Material. Es ging in den Schwarzwald. Von Staufen nach St. Blasien, zum Hüsli, zur Schwarzwaldklinik und dann in Richtung Tübingen.

Das Wetter war am Morgen nicht gut und so langsam hatte ich auch zeitliche Probleme, denn das richtige Schlechtwetter kam näher und näher. Je Westlicher  ich fuhr, desto mehr regnete es. Als ich am Morgen erst einmal Richtung Osten fuhr, wurde es besser.

Doch zuvor ging es bergauf, bergab, bergauf, bergab. Ich hätte hinter jeder Kurve anhalten und ein Foto schießen können, doch es gab nur wenige Haltemöglichkeiten. Diese habe ich jedoch genutzt. Nicht nur, dass sich der laufende Motor etwas erholen konnte (er hatte keinerlei Überhitzungs- oder Bremsprobleme oder Sonstiges, aber rein vom Gefühl her!) sondern auch für Fotos.

In einem Ort bin ich abgebogen um ein Bergpanorama zu fotografieren. Wäre ich nicht in diese kleine, enge Straße gefahren, hätte ich zum Beispiel dieses Haus verpasst:

Schwarzwald

Die Ausblicke waren einfach nur sensationell…

Schwarzwald

Schwarzwald

Schwarzwald

…und die Häuser um so besser!

Schwarzwald

Klickt Euch hier  durch das gesamte Schwarzwaldalbum:

Schwarzwald

 

In St. Blasien im Regen angekommen hatte ich keinen Bock jetzt in der Stadt rumzulaufen. Es regnete, wie gesagt, und ich hatte jetzt eh nur eines im Kopf. Das Hüsli!

Das sogenannte Hüsli ist vielen aus der Fernsehserie „Die Schwarzwaldklinik“ bekannt. Hier lebte Professor Brinkmann und hier entstand in meinem Kopf die „DaunenWG“.

Dieses Haus hat für mich also eine Bedeutung. Wenn auch eine ziemlich schräge. Noch heute mag ich dieses Haus und ich wollte es immer einmal persönlich sehen. Nicht etwa um den Geist der Schauspieler zu erhaschen, sondern schlicht und ergreifend um die Architektur zu bestaunen!

Und nun war es soweit. Ich präsentiere: Das Heimatmuseum im Hüsli. Klickt Euch durch dieses Fotoalbum:

Hüsli Schwarzwaldmuseum

 

Wow, was für ein Moment. Ich saß im Bus und mir war kribbelig. Nicht etwa ein Aufregungskribbel, nein, ein wohliges Gefühl. Ich hatte doch tatsächlich einen echten Glücksmoment verspürt, ähnlich wie am Tag zuvor in Laufenburg oder am Rheinfall oder als ich Lindau den Löwen gesehen hatte oder in Konstanz das Konzilgebäude!

Am Gebäude der Schwarzwaldklinik verspürte ich dieses Gefühl nicht. Hier waren die Zugangsmöglichkeiten sehr sehr schlecht und ich konnte kaum etwas vom Gebäude sehen. Egal aus welcher Richtung ich es probierte, es klappte einfach nicht.

Schwarzwaldklinik und Schluchsee

 

Der Tag neigte sich dem Ende entgegen und ich war ziemlich platt. Bergauf, Bergab, viele Kurven, das  Turboloch, die Gebäude. Ich wollte jetzt nur noch Feierabend machen und suchte einen Schlafplatz, fand jedoch keinen…

Erst kurz vor Tübingen, knapp außerhalb der Umweltzone, fand ich endlich etwas an einem Tennis und Sportplatz. Ich bereitete mein Nachtlager vor und entspannte mich während hinter mir Tennis gespielt wurde.

Gegen Abend wurde das Flutlicht angeschaltet und ich hörte nur noch Fussballspieler brüllen HIER, HEY, ICH, HIER, HIER  RÜBER! HIER! Dies legte sich nach Traingsende. Die Nacht verlief ruhig.

Hier gehts zum Reisebericht des Tages aus dem Roadbook:

https://frose460.de/2017/09/27/schwarzwald/

 

Am nächsten Tag brach in zu einer Radtour durch Tübingen auf und erlebte den nächsten Glücksmoment auf dieser Reise. Dies, liebe Freunde, könnt Ihr ab morgen nachlesen.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp