Moin Moin liebe Blogleser,

nachdem das Thema Jahresbudget nun abgehakt ist, kann ich mich mal wieder um den Umbau des Busses kümmern. Ich habe in den letzten Monate zahlreiche Fotos zum Thema VanLife gesehen. Fertig ausgebaute Sprinter…

titel_vanlife

…oder kleine T2 Busse, in denen Menschen sogar dauerhaft zu zweit wohnen und sich nicht auf die Füße treten.

Dies ist alles schön und gut. Teilweise alt, urig, schnuckelig. Oft modern, sehr hochwertig, teuer und schwer. Ich habe mich damals für eine Lösung entschieden, die auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mein Kumpel hat sie perfekt umgesetzt, aber da er kein Schreiner ist und das Material genommen wurde, was zu finden war, ist es natürlich kein qualitativ hochwertiger Ausbau geworden.

Heckeinblick damals bei Übergabe, also ohne Matratze:

Inzwischen gibt es einen per Klett befestigen Vorhang, den ich nachts anhänge. Außerdem ist die Schublade weiß lackiert worden, liegt aber noch im Keller herum. Grund: inzwischen ist alles rings herum nicht mehr weiß, sondern hat graue Spritzer von der Neulackierung abbekommen. Außerdem kann man von hinten in den Bus hineinschauen, da die Folie ihre Wirkung verloren hat.

Nun bin ich am überlegen was ich hier anstelle! Den oberen Teil schwarz lackieren oder bekleben? Dann schaut man von hinten weiterhin hinein, sieht aber links und rechts keinen weißen Schrank mehr auf den ersten Blick. Ich bin mir hier noch sehr unsicher!

Schubladenschrank rechts:

Hier verbirgt sich allerhand Kleinkram in den Schubladen. Meistens Hygieneartikel, Kerzen, Batterien usw.  Viel wichtiger ist aber der Platz im Inneren. Dieser ist von hinten zugänglich und bietet reichlich Stauraum für selten gebrauchte, aber wichtige Dinge.

Ebenso verhält es sich mit dem Schrank unterhalb der Ablagefläche. Dort finden sich nicht nur meine Cola-Dosen, die Lebensmittel wie Kaffee, Nudeln usw. beinhalten, sondern auch ein luftiger Raum, der sinnvoll gefüllt wurde. Hier verstecken sich nämlich Warndreieck und Verbandskasten!

Kleiderschränke, links:

Im großen Fach gibt es eine Kleiderstange. Hier hängen Jacken und Hemden. Darunter gibt es noch reichlich Platz um mal eben einen Schlafsack, der nervt oder eine fette Daunenjacke, die im Wagen viel Platz wegnimmt, reinzustopfen damit man übernacht Platz hat und nichts im Weg herumliegt.

In den hinteren zwei Fächern befinden sich Wechselklamotten und Handtücher sowie Kochgeschirr, welches selten benutzt wird und daher klapperfrei eingewickelt ist.

Auf der Ablagefläche gibt es einen Stromanschluss von der 2. Batterie. Hier lade ich mein Handy oder programmiere mein Navi. Desweiteren stehen im Campingmodus dort Teekanne, Rucksack und sonstiger Kleinkram.Am Morgen bastel ich darauf mein Frühstück.

Dachschränke:

20160506_084418

schraenke2

Hier stehen mir nahezu rings herum Möglichkeiten zur Verfügung Dinge zu verstauen. Meine Sortierung sieht folgendermaßen aus:

Großes, offenes Fach im Alkoven: 2 Reisetaschen + Hygienerucksack

Linke Seite, Dachschrank ganz oben (durchgängig trotz Einzelfächer): Handtücher, Klamotten, momentan noch die alte Lampe lose.

Erstes Fach von vorn: In einer Plastikwanne stehen Kaffeetassen und Wasserkessel. Klappergeschützt. Rings herum liegen Hygieneartikel wie Deo, Sonnencreme aber auch Müllbeutel, Gasanzünder.

Im zweiten Fach befinden sich Kaffeefilter, Besteckkasten, Küchenrolle, Handtücher. Auf Reisen auch Lebensmittel oder die eine oder andere Wasserflasche.

Im kleineren Fach dahinter liegen Bücher, Kabelzeugs, Kleinkram.

Das Fach dahinter gehört schon zum Heckdachschrank. Hier lagere ich im Winter den Heizlüfter (im Karton), im Sommer stehen hier schon mal Wechselschuhe. Dahinter liegt NOCH ein dünner CocaCola Sommerschlafsack, der jedoch noch wandern wird!

Im Heckdachschrank selbst liegen Reiseprospekte für die Süddeutschlandtour *gg*. Wolldecke, Heizdecke im Karton, dicker Armee-Winterschlafsack. Der Schrank ist dadurch nicht mal zur Hälfte gefüllt. Wenn man abends hantiert um das Bett zu bauen, kann man dort den zweiten Schlafsack kurz zwischenlagern oder eine Jacke oder oder oder. Der Heckdachschrank bietet Platz ohne Ende!

Untere Schränke:

Unter dem Bett gibt es einen geruchsdichten Schrank, in dem die Toilette ihren Platz findet. Daneben gibt es ein tiefes Fach für die Kühlbox und einen schwarzen, flexiblen Plastikkasten, in dem sowohl 10 Liter Wasserkanister als auch Wasserflaschen ihren Platz finden.

Unterhalb vom Kochfeld befinden sich die 5 Kilo Gasflasche und Abwassertank (40 Liter).

Unterhalb vom Fahrersitz befindet sich die 2. Batterie. Unter dem Beifahrersitz liegen meine Strandlatschen sowie die Pedalsperre. Im Mittelgang zwischen den Sitzen liegt um die Schraube der Doppelsitzbank herum ein Schloss für die Pedalsperre. Daneben meistens ein weiteres Teil der Sperre. Ich lagerte das Zeug mal in der Tür, aber es rutschte jedesmal ineinander und klapperte irgendwann. Das nervt mich dann nur noch. Richtig toll ist das in der Mitte aber nicht, ja!

Dämmung im Hochdach:

Letztes Jahr hat mein Kumpel endlich Zeit gehabt auch das Dach zu dämmen. Im Moment sieht es daher so aus im Wagenhimmel. Vorteil: Kein wischen mehr im Winter/Herbst. Kleiner Nachteil: Da die Matten so dick sind, gehen mir ein paar cm Stehhöhe verloren. Ich berühre knapp die Matten im Dach.

Da die Dachluke noch immer nur provisorisch abgedichtet ist und dort irgendwann mal eine große Operation stattfinden muss, habe ich beschlossen das Dach nicht zu verkleiden, sondern so zu lassen, wie es jetzt ist!

ABER, an der rechten Fahrzeugseite werde ich in nächster Zeit ein paar Gummilaschen fixieren, die dann den CocaCola-Designschlafsack als Dekoelement tragen werden auf der gesamten Länge zwischen Alkoven und Heckdachschrank.

Dies wollte ich von Anfang an und dies werde ich auch genau so machen und das ist nicht das einzigste, was in diesem Jahr passieren wird!

Zusammenfassung der notwendigen Änderungen im Jahr 2017:

  • Cockpit und Dachschränke aufräumen (alles was ich im letzten Jahr nicht angefasst habe, fliegt in Zukunft raus. Außerdem müssen Handschuhfach und Türablage aufgeräumt werden.
  • Laschen für den Cola-Deko-Schlafsack anbringen
  • die Stellen oberhalb/hinter den Ablageflächen verkleiden (womit weiß ich nicht!)
  • die Ablageflächen an den Rändern schwarz streichen und mittig mit Aufkleberbomben bekleben (siehe Foto unten)
  • Lösung für das Heckdurchsichtsproblem finden (Schrank hinten schwarz streichen, neue UV Folie in die Scheiben hinein, Dekofolie in die Scheiben hinein???)
  • Den Bereich rund um die Einstiegsstufe neu verkleiden (PVC Ränder sollen nicht mehr sichtbar sein)
  • die lose Lampe befestigen (die ist lose, da sie abgebaut wurde um die Dachluke einzubauen)

27787265rd

Wie Ihr seht, liegt so einiges an in diesem Jahr. Einiges ist Kleinkram und kann von mir erledigt werden. Andere Dinge, wie zum Beispiel neue Folie, wäre eher etwas für jemanden mit ruhiger Hand.

Problem an der UV-Folie hinten – ich habe die erst 2013 machen lassen. Sie war gar nicht so billig, hat aber im laufe der 3 Jahre jetzt die Wirkung nach und nach verloren. Seit gut einem Jahr kann man wieder komplett in den Wagen schauen. Am Anfang konnte man selbst mit Abdichtung durch den Händen und nahem herangehen den Innenraum nicht erkennen.

Das gleiche Problem stellt sich auch am Fenster in der Schiebetür. Hier ist noch die alte, teilweise zerrissene Folie drauf. Die ist jedoch noch minimal blickdicht. D. h. ich habe sie noch nicht abgezogen, weil ich dann das gleiche Problem wie im Heck habe.

Geld für eine Profibeklebung habe ich nicht. Dann reise ich lieber und häng mir hinten nen Vorhang hin. Nochmal jemanden bitten, die alte Folie (ich habe noch eine Packung liegen) aufzukleben halte ich für sinnlos, wenn sie nach 3 Jahren wieder ihre Wirkung verliert. Dazu ist der Aufwand zu groß.

Sodele, es ist mal wieder reichlich Text zusammengekommen. Dachte ich heut morgen gar nicht, aber so ist das ja meistens, wenn ich die Tastatur zu greifen bekomme.

Fakt ist: Der Innenausbau ist auf meine Bedürfnisse ausgelegt. Komme ich am Stellplatz an brauch ich nur den Schlafsack zur Seite ziehen und kann mich aufs Bett legen/setzen. Im Winter gibt es eine lächerliche „Umbauaktion“, die in weniger als einer Minute erledigt ist. Ich kann aus dem Wagen rausschauen und die Natur beobachten. Ich habe alles griffbereit, einige Dinge habe ich immer im Auto, aber noch nie genutzt. So ist das eben. Dennoch habe ich reichlich Platz um Dinge transportieren oder zwischenlagern zu können.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp