Moin Moin liebe Blogleser,

ich bin noch immer im Offroadfieber und habe mich heute morgen an einen Ort, hier ganz in der Nähe, erinnert. Dort war ich sowohl mit dem Mitsubishi Lancer als auch einmal mit einem VW Bus (lange Geschichte) und habe den Ausblick genossen (also nicht des geländefahrens wegen).

Passenderweise trägt die Straße den Namen Meiereiweg, er liegt im kleinen Ort Kosel. Hier kurz die entsprechende Karte dazu: https://goo.gl/maps/3Fu1wTqV1PB2

Ich fuhr mit dem Bus als erstes ins Gewerbegebiet von Eckernförde (Sauerstraße) und von dort aus ein klein wenig übers Land. Es handelte sich umbefestigte, aber enge Straßen/Wege. Der Wagen sollte mal wieder warm gefahren werden und außerdem konnte man hier auch mal nach Schlafplätzen gucken.

Selbstverständlich fand ich keine Plätze und konnte auch  nicht den „geplanten“ Weg fahren, da es sich um einen gesperrten Weg handelt (Landwirtschaft). Also fuhr ich fast bis Bohnert um dann von hinten rein in den Ort Kosel zu fahren.

Der Motor war warm als ich im Meiereiweg ankam. Anfangs gibt es noch Pflastersteine. Dann geht der Weg in Schotter über.

Das einlegen einer Differentialsperre erübrigt sich, da nicht vorhanden, *hüstelhüstel* aber der Weg sah auch nicht wirklich bedrohlich aus. Ich glaub nicht, dass Syncrofahrer hier schon die Sperre einlegen, aber ich kann mich auch täuschen mangels Erfahrung.

Ich wagte es und fuhr hinein!

Der Weg ist erst flach, hier und da gibt es etwas Matsch und angefrorene Pfützen. Wirklich nix dolles, aber machte trootzdem bissel Fun für den Anfang.

Am Wegenrand gibt es immer mal wieder Bänke, Möglichkeiten zum halten am Rand jedoch nicht. Entweder zu weich, kein Platz oder Einfahrt für den Bauer auf den nächsten Acker oder das nächste Tiergehege/ die nächste Weide.

Hier mal ein Blick nach rechts mit eeetwas Ausblick. Beim heutigen Wetter nix dolles, aber okay. Wie man weiter oben sehen kann sah es so aus, als würde der Weg nun wieder besser werden. Schotter, fest. Alles gut.

Man kann auch sehen, dass es leicht bergauf geht. Dahinter befindet sich eine kurve, es geht in den Wald hinein und dann bergab!!!

Die Kurve ist eng. Links und rechts wird der Graswall etwas höher. Die Kurve ist matschig, matschiger, noch matschiger. Ich rutsche den Feldweg hinunter!

Klingt aufregend, war es aber nicht! Ein Kupplungstritt sorgt sofort für Ausgleich!

Unten angekommen noch mehr Matsch, an der Seite ganz ganz wenig Platz, der ist jedoch etwas fester. Dort bin ich draufgerollt um zu wenden. Hier endet nämlich der Weg!

Jo, dann stand ich da. In einer Senke, im Wald, vor mir das Ende bzw. in diesem Fall der Anfang einer sanften Steigung, die jedoch matschig ist und in der Kurve (hier nicht zu sehen, noch matschiger wird)

Ich bin ausgestiegen und habe mir die Sache von unten erstmal angesehen. Hinter mir Matsch! Dort wollte ich nicht hinein, aber ich brauchte eigentlich etwas Schwung, denn ich stand bereits im leichten Matsch! Oh oh, ob ich mir jetzt schon beim ersten Versuch ein Ei gelegt habe? Nunja…

Nützte nix, ich stieg wieder ein, legte den ersten Gang rein, fuhr sanft an, sofort in den 2. Gang und GAS!!!

Ich kam in Fahrt, rollte durch die erste rutschige Stelle und der Wagen ging etwas quer!

Ich lenkte dagegen und gab sanft Gas, ich rutschte, wurde wieder gerade, ich rutschte erneut! In der Kurve kam dann die fieseste Stelle. Ich hatte aber reichlich Schwung, da es vor der Kurve (kann man auf dem Foto sehen) wieder fester und trockener wurde. In der Kurve rutschte ich dann hin und her, aber ich habe die sanfte, aber matschige Steigung geschafft!

Das klingt jetzt alles sehr wild. War es aber natürlich nicht! Es ist ein Feldweg, es war etwas Matsch, aber mehr auch nicht. Der Matsch war an einer Stelle etwas tiefer und aufgrund der sanften Steigung auch etwas kribbelig für einen 2WD, aber das muss er abkönnen. Das Hauptproblem, wenn man es gar so benennen mag, war unten der fehlende Anlauf, aber sonst lächerlich! Syncrofahrer würden darüber nicht mal schmunzeln!

Auf dem Rückweg nach Eckernförde fuhr ich noch schnell am Schnaaper See vorbei. Dort entdeckte ich dann einen möglichen Übernachtungsplatz auf Schotter. Blick auf den Schnaaper See, Blick aufs Noor kann man auch noch erahnen. Die Bundesstraße kann man hören. Nunja, ist in Mohrberg nicht viel anders! Ich denke mal, hier werd ich irgendwann mal eine Nacht zur Probe stehen.

Übrigens: Das Navi hatte ich an, da ich auf Stellplatzsuche war und gern im Kartenmodus sehe wo ich bin, ob ein See in der Nähe ist, eine Tankstelle (Bad am nächsten Morgen) oder ein Parkplatz im Dorf. Außerdem sieht man Überland die kleinen Nebenstraßen.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp mit den ersten, eher lächerlichen Offroaderfahrungen