Moin Moin liebe Blogleser,

ich könnte diesen Beitrag mit zahlreichen Fachvokabeln beginnen, die mir auf der Recherche über diesen Ort begegnet sind. Ich verzichte darauf, denn für mich gibt es nur eines zusammenfassend zu sagen: Bad Münstereifel ist ein mittelalterliches Kleinod mit zahlreichen Fachwerkhäusern und einer restaurierten Stadtmauer, die nahezu vollständig erhalten ist.

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Bad Münstereifel liegt südwestlich der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, wie der Name schon sagt, in der Eifel. Durch den Ort fließt die Erft, rings herum gibt es einfach nur eines und zwar Wald!


Für mich ist Bad Münstereifel schon immer ein Sehnsuchtsort gewesen. Im September 2014 habe ich es sogar möglich gemacht dieses Fachwerkstädtchen zu besuchen. Dabei sind mir die zahlreichen Stadtteile, die aufgrund wilder Eingemeindung nun zur Stadt zählen sollen, gar nicht aufgefallen. Schaut man auf diese Liste, so scheint es ein wild zusammengelegter Wust an Orten, die mit Bad Münstereifel nicht wirklich etwas zu tun haben. Aber so ist das wohl in modernen Zeiten.

Textquelle Wikipedia: Arloff, Bergrath, Berresheim, Effelsberg, Eichen, Eicherscheid, Ellesheim, Esch, Eschweiler, Gilsdorf, Hilterscheid, Hohn, Holzem, Honerath, Houverath, Hummerzheim, Hünkhoven, Iversheim, Kalkar, Kernstadt Bad Münstereifel, Kirspenich, Kolvenbach, Kop Nück, Langscheid, Lanzerath, Lethert, Limbach, Lingscheiderhof, Mahlberg, Maulbach, Mutscheid, Neichen, Nitterscheid, Nöthen, Odesheim, Ohlerath, Reckerscheid, Rodert, Rupperath, Sasserath, Scheuerheck, Scheuren, Schönau, Soller, Vollmert, Wald, Willerscheid, Witscheiderhof.


Apropos moderne Zeiten. Bad Münstereifel hat in den letzten Jahren dadurch Schlagzeilen gemacht, dass aus dem gesamten Ort ein Outletcenter wurde.

Tatsächlich findet man an vielen Häusern und Läden Outletschildchen, tatsächlich gibt es dort, na sagen wir günstigere Kleidung, aber daraus nun einen Skandal zu machen, dies halte ich doch für übertrieben.


Konzentrieren wir uns lieber auf die schönen Seiten der Stadt, denn davon gibt es eine ganze Menge, vor allem zählen dazu die Fachwerkbauten wie zum Beispiel das Windeckhaus. Es ist das größte einer Gruppe alter Fachwerkhäuser in der Orchheimer Straße, errichtet in den Jahren 1644 bis 1664. Reiches Schnitzwerk und zwei Hängestubenerker machen es zu einem der schönsten Fachwerkhäuser des Rheinlandes.

Übrigens: Die historischen Fachwerkhäuser Bad Münstereifels sind als großartige Standorte und Beispiele besonderer Holznutzung in der „Europäischen Holzroute“ vernetzt und präsentiert. Weitere Informationen gibt es hier: www.holzroute.de.


Das Rathaus wurde 1476 erstmals erwähnt und diente damals zugleich als Gewandhaus  (Gewandhäuser waren Ausstellungs-, Verkaufs- und Lagerhallen der Tuchbranche). Später machte man das Gewandhaus zum Rathaus der Stadt, die obere Halle wurde zum Ratssaal umgestaltet.

Nach der Flutkatastrophe von 1818 wurde das Gebäude verkauft, es diente dann lange als Bierlager und als Mälzerei. Erst seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts beherbergt es wieder Rat und Verwaltung der Stadt. Vor dem Rathaus befindet sich der Pranger.


In Bad Münstereifel gibt es zahlreiche Museen. Hier ein Auszug (Quelle: Wikipedia)

Textquelle Wikipedia:  Das Apotheken-Museum Bad Münstereifel zeigt in einer funktionstüchtigen Apotheke Materialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Regale stammen noch aus dem Jahr 1806. Bei Sonderführungen können die Besucher selbst in die Rolle eines Apothekers schlüpfen und selbst Pillen drehen und Zäpfchen gießen.

Das Museum befindet sich in dem Haus, das von 1806 bis 1994 die Schwanen-Apotheke beherbergte; es wurde 1995 durch den Förderkreis für Denkmalpflege in der Stadt Bad Münstereifel e. V. erworben und anschließend renoviert und ausgebaut.


Seit dem Jahr 1974 ist Bad Münstereifel zudem ein Ort für Kneipkuren. Die Heilmethoden von Sebastian Kneipp sollen Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Sicherlich trägt ein Streifzug durch die reizvollen Winkel und Gassen ebenso dazu bei, denn der historische Stadtkern ist ein lebendiges Museum.

In der Burg Bad Münstereifel, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde, residierte Graf Godfried von Jülich – dessen Hochgrab sich in der Stiftskirche befindet – und später die Amtsmänner und Vögte des Herzogs. Die Burg wurde 1689 von abziehenden französischen Truppen in Brand gesteckt. Seit 1984 ist die Burg im Privatbesitz. In der Burg befindet sich ein Restaurant, der neue Eigentümer hat ferner in ihr mehrere Luxuswohnungen eingerichtet.


Textquelle Wikipedia: Bad Münstereifel wurde 1299 erstmals „oppidum“ Monasterium in Eiflia, also „befestigter Ort“ genannt. Nahezu vollständig erhalten ist die Stadtumwehrung aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts mit insgesamt vier Stadttoren. Sie waren bis ins 18. Jahrhundert hinein mit Zugbrücke, Fallgatter und Torflügeln versehen, sind allesamt rechteckige Tortürme mit Satteldach. Das höchste ist das Werther Tor mit umlaufendem Sims am oberen Mauerabschluss seines schlanken Torturms.

  • Das Werther Tor im Norden, benannt nach einer älteren fränkischen Siedlung namens Werthe.
  • Das Johannistor am östlichen Stadtausgang, benannt nach der Pfarrkirche St. Johannis oberhalb des Tores.
  • Das Orchheimer Tor als südliches Stadttor, benannt nach dem gleichnamigen mittelalterlichen Stadtteil Münstereifels.
  • Das Heisterbacher Tor im Westen der Stadtmauer.

Ein weiteres Highlight der Stadt ist die Stiftskirche. Um 830 entstand eine kleine Klosterkapelle. Sie wurde im 12./13. Jahrhundert durch die heutige dreischiffige, querschifflose Pfeilerbasilika mit dreitürmigem Westwerk ersetzt. In der Krypta befindet sich der Schrein mit den Gebeinen der Schutzpatronen dieser Kirche, der hl. Märtyrer Chrysantus und Daria. Die Kirche stellt ein besonders stattliches Meisterwerk unter den entsprechenden Kirchenbauten an Rhein und Maas in jener Epoche dar. Die Kirche ist ganztägig geöffnet.


Zum Schluss möchte ich Euch noch die Gelegenheit bieten ein paar Fotos aus Bad Münstereifel anzuschauen, die ich geschossen habe. Sie stammen leider nur aus dem Handy und nicht aus der Kamera. Den Grund dafür könnt Ihr im damaligen Reisebericht lesen…

Der Schock von Bad Münstereifel: https://debroemkopp.wordpress.com/2015/11/27/der-schock-von-bad-munstereifel/

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Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp