Moin Moin liebe Blogleser,

wenn Ihr einmal wissen wollt, wie es sich anfühlt eiskalt abgewiesen und aufs Abstellgleis gestellt zu werden, dann fragt mich. Ich erlebe es im Augenblick.

Ich komme gerade vom Jobcenter mit einer schlechten Nachricht. Meine Integrationsfachkraft, bei der ich gerade ordnungsgemäß Ortsabwesenheit für die nächsten 2 Wochen anmelden wollte um meine Reise in den Süden in Angriff zu nehmen, hat mich darüber informiert, dass sich nun alles ändern wird.

Ich soll mich darüber freuen in den nächsten 6 Monaten keine Bewerbungen mehr schreiben zu müssen. In dieser Zeit werde ich ab Montag nächster Woche jeden Wochentag bei der Lebenshilfe in einer Behindertenwerkstatt im Büro sitzen. Mein Stunden/Tages/Wochen/Monatsverdienst liegt bei 0,000 Euro.

Herzlichen Dank!!!

Das die Reise in den Süden nun ausfällt, das ist eine kleine Sache, die mir zwar quer kommt, aber zu vergessen ist. Diese Abschiebung aufs Abstellgleis, ohne Sinn, ohne Verstand, ohne Bezahlung (es handelt sich also nicht mal um einen 1 Euro Job, den man akzeptieren könnte, wenn alles von den Gegebenheiten passt) ist echt hart und trifft mich gerade. Ich bin regelrecht schockiert.

Nun sehe ich das Jobcenter eigentlich nur als Auszahlstelle für den H4 Satz. Die Jobsuche ist mein Part. Ich muss gucken, dass ich etwas finde und kann mich nicht auf andere verlassen! Dies war meine Einstellung, sie ist es und sie wird es auch bleiben. Aber jetzt gar nichts mehr machen zu müssen (das dürfen verbietet mir natürlich niemand, ist klar!!!) ist echt heavy. Das klingt nach völliger Planlosigkeit und Aufgabe. Das kann es nicht sein! Daher werde ich weiter Bewerbungen schreiben, sei es auch noch so sinnlos.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp