Moin Moin liebe Blogleser,

ich wache morgens gegen halb neun auf im heimischen Bett, unter der an einem Stahlseil hängenden Klamottensammlung. Von draußen wagt sich nur ganz wenig Licht durch die Ritzen der Fensterjalousien. Ich stehe auf und öffne sie, doch viel heller wird es nicht in der Wohnung. Die graue Jahreszeit ist da. Es ist Herbst…

Sehnsucht nach meinem Bus

Bei diesem grauslichen Wetter habe selbst ich keine Lust um zu verreisen, doch die Sehnsucht nach dem eigenen Bus, der nun immerhin schon seit vier Wochen nicht mehr hier ist, ist natürlich sehr groß.

Angeln fahren, übernachten in Mohrberg oder unten am Wasser am Borbyer Ufer. All dies würde ich jetzt wohl machen, doch noch braucht es etwas Geduld. Da ich weiß, was am Ende herauskommen wird, sollte ich diese Geduld aufbringen und das werde ich auch.

Vanlife mit Partnerin

Ich bin heute auf eine Seite gestoßen, die zwar vollgepackt mit Werbung, aber dennoch schön ist. Ihr erreicht sie unter http://www.myvan.com

Es handelt sich hierbei um eine Mercedes Benz Seite auf der Kundenfahrzeuge präsentiert werden. Außerdem Berichte über die Wirtschaft, Messen usw. Letztenendes sind die Kundenfahrzeuge interessant, zum Beispiel diese von echten VANLIFE-Menschen.

Zu sehen wie ein Pärchen (jaaaa, sind wir wieder beim Thema Frau, allein sein, Einsamkeit spüren…) gemeinsam mit dem Sprinter unterwegs ist. Wie sie campen fahren, im Schnee durch den Wald laufen und und und. Das volle Programm sorgt bei mir dafür, dass die Sehnsucht nach Zweisamkeit wieder hochkocht.

Sehnsuchtsorte

Auch wenn das Wetter gerade alles andere als einladend ist, so bleibe ich doch dran beim Thema Aufteilung der Expedition Süddeutschland. Ich bin in den letzten 2 Tagen mal einige Optionen durchgegangen und halte sie wirklich für sinnvoll. Nachdem der Wagen wieder hier sein wird, heißt es nur noch auf gutes Wetter zu warten, dann könnte man dieses Jahr doch noch versöhnlich ausklingen lassen. Bisher habe ich nämlich das Gefühl nichts erreicht zu haben. Gar nichts!

Sehnsuchtsorte wie Tübingen, Heidelberg, Bietigheim-Bissingen und vor allem Hirschhorn könnte ich ansteuern und dazu benötige ich keine 20 Grad und Sommerfeeling.

Ich sollte natürlich nicht den Fehler machen und planen und planen und planen. Erstens weiß ich nicht, wie sich das Wetter entwickelt. Im Moment sieht es grauenhaft und kalt aus. Bei 10 Grad und Regen bleibe ich daheim. Sollten aber mal 5 Tage 15 Grad und wenig Regen in der Zielregion herrschen, dann sieht die ganze Sache doch schon anders aus.

Außerdem sollte ich den Fehler nicht machen und immer weiter südlicher planen. Tübingen wird wohl die südlichste Stadt werden, auch wenn es bis zum Hüsli dann nicht mehr weit ist. Wenn ich jedoch Straßburg und co anfahren wollen würde (schöner deutsch, ich weiß) dann könnte ich direkt bis an den Bodensee durcheiern, aber dies geht finanziell nicht und dazu brauchts dann auch wirklich gutes Wetter.

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Gerade gestern habe ich wieder eine Reportage aus der Reihe Eisenbahnromantik gesehen. Die Dampfreise startete am Bodensee und gezeigt wurde eine Kirche auf einem Hügel. Man sah einen Schotterparkplatz davor. Im Hintergrund den Bodensee und dahinter die Alpenkulisse. WOW, was für ein Anblick. Sofort war die Sehnsucht da. 1. dort KÖNNTE man vielleicht parken, 2. diese Aussicht MUSS man einfach einmal im Leben gesehen haben!

Also, liebe Blogleser. Ihr seht schon, in meinem Kopf geht es mal wieder drunter und drüber. Aber so ist das eben. Kennt man ja nicht anders. Ich warte jetzt weiter auf den Bus (ich denke mal wir sind ungefähr bei 85% Vollendung angekommen) und hoffe auf besseres Wetter.

Es grüßt aus dem Ostseebad Eckernförde

Marko Andrae Meyer alias De Brööömkopp