Auszug aus meinem Reisebericht „Meine maritime Tour durch ostholsteins Yachthäfen“ vom Juli 2015

 

Kapitel 7 – Marina Wendtorf, Heiligenhafen,  Fehmarn

Boah was hab ich geschwitzt…  ich kam fix und foxy zurück zum Auto. Im Wagen selbst bei voller Sonneneinstrahlung wahnsinnige Temperaturen. Lüftung an und los hieß es nun. Weiter gehts um den Bogen von Stein herum und in Richtung Marina Wendtorf.

Ich kam hier an und war entsetzt. Es gibt kaum einen hässlicheren Hafen bzw. Urlaubsort. Sorry, aber hier möchte ich nicht tot überm Zaun hängen. Flair gleich null. Nichts wie weg!!!!!!!!!

Ich setzte mich also in heiße Auto und cruiste auf dem Ostseehighway Number 502 Richtung Fehmarn. Ich hatte jedoch keinen Bock mehr. Es war 15 Uhr, mir war heiß. Ich wollte einfach nur parken, also einen Schlafplatz finden, wenn möglich in Strandnähe. Also hielt ich Ausschau…

Ich fuhr nach Hohwacht. Der Ort ist nett, aber Parkplätze sind Mangelwaren. ALLES GERAMMELT VOLL!!!!!!!!

Ich fuhr weiter nach Weissenhäuser Strand. VOLLLLLLL UND GRAUENHAFT HÄSSLICH (zumindest die Rückseite). Ich habe keinerlei Parkplätze bekommen. Also bin ich auch hier weiter ohne Halt zu machen!

Ich fuhr bereits in Heiligenhafen hinein und dachte: „Nö. STOP! So weit fährst Du nicht!“
Ich bin direkt links abgebogen, habe eine Schleife gedreht und den Ort über eine Seitenstraße verlassen. Ich bin also praktisch wieder rückwärts gefahren. Ich entdeckte Feldwege und recht gute Straßen, die ich wenige Km lang zurück gefahren bin. Einen Schlafplatz habe ich jedoch nicht gefunden. GAR NICHT!!!!!!!! NULL! NADA!!! NISCHTE!!!!!!!!!!!

Hinein nach Heiligenhafen. Dann ist es halt so!
Hier fand ich Steinwarder und den Yachthafen. So weit, so gut. Graswarder mit den Reetdachhäusern war aber leider gesperrt…  ich habe keinen Zugang gefunden. Weder zu Fuß noch mit dem Wagen. MIST!!!!!!!! Hier habe ich mich wirklich geärgert!

heiligenhafen1

heiligenhafen2

Mist, Mist, Mist! Ein Blick auf die Karte zeigte mir, ich bin schon kurz vor Fehmarn. Der Abstand war mir so zu diesem Zeitpunkt nicht im Sinn. Es half aber nichts. Es liegt als nächstes Ziel auf der Karte und ich muss einen Schlafplatz finden. WEITER GEHTS!!!

Rüber auf die Insel, gleich runter von der Bahn in Richtung Fehmarnsund. Dort angekommen einen geilen Stellplatz gefunden, doch leider seeeeeehr laut. Kein Wunder, direkt unter der Brücke und im Heck auch noch Mäharbeiten auf dem Acker. Ääääähm nein danke! Aber für einen Fotostop habe ich die Zeit natürlich genutzt. Es war übrigens kurz vor 18 Uhr…

fehmarn1

Ich fuhr weiter nach Burgstaaken. Fotos gemacht. Weiter gefahren (immer mit Blick auf eine Gasse, die ins Nichts führt, wo man parken kann). Nichts!!!!!!!

Dann entdeckte ich ein Schild Reiterhof. Ich fuhr hinein, die Straße führte aus dem Dorf raus. Kaum 100 Meter entfernt fand ich meinen Platz für diese Nacht!  Parken, Motor aus, Tee kochen, FEIERABEND!!!!!!!!!!!!!!!!

fehmarn6

Der Himmel sagte nix gutes voraus. Auf der Bank sitzend entspannte ich mich jedoch recht zügig von der Fahrt, die zuletzt dann doch recht stressig und nicht cool war. Die Nacht brach herein, ich ging also ohne in der Ostsee zu baden schlafen, und der Regen kam…

Ich habe eher la la geschlafen, dafür morgens um so tiefer und länger. Was solls – Du hast ja Zeit!!!

 

Donnerstag Morgen:

Lage sondieren, Kaffee kochen, frühstücken auf der Bank ging nicht weil nass. Also im Auto. Egal.
In Ruhe gefrühstückt, dann baute ich eine Versuchsanordnung auf :-))))).
Ich hatte ja meinen Frischwasserbehälter dabei (10 Liter) und den alten Frischwasserbehälter mit Pumpe vom Vorbesitzer. Die Leitungen, der Tank, die Pumpe – alles alt. Daraus möchte ich kein Wasser haben. Also sollte es schon immer ein Abwassertank werden. Ich schloss also alles an und habe das erste mal im Auto das Waschbecken genutzt. Geschirr gespült, mich selbst frisch gemacht. PASST. Wozu Tankstellentoiletten nutzen, wenn man doch alles dabei hat!

Ich war also frisch und munter. Draußen war es auch frisch. 12 Grad, grau. Nungut.
Ich packte alles zusammen als ein Wagen hielt.

„Diiiiiie Touristenzentrale. Moin!!!“

urks…..

Der junge Mann wollte die Kurtaxe haben. 2,50 Euronen. Hat er bekommen, er hat mir noch nen schönen Aufenthalt gewünscht und ist gefahren.  Wäre ich fünf Minuten schneller gewesen, hätte ich die gespart, aber nungut. WÄRE das Wetter besser gewesen, dann hätte ich den Tag einfach faul auf der Insel verbracht, aber bei 12 Grad an den Strand? Ääääähm…. nein!

So habe ich unfreiwillig die Insel unterstützt. Warum auch nicht, ich hatte hier eine ruhige Nacht, wurde nicht verjagt. Alles gut!